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| 20:33 Uhr

Eishockey-Regionalliga
Pokalfinale fällt für EHCZ wohl aus

Andre Nunold (mi, Hornets), bekommt die Scheibe nicht im Gehäuse von Goalie Jannis Wagner unter.
Andre Nunold (mi, Hornets), bekommt die Scheibe nicht im Gehäuse von Goalie Jannis Wagner unter. FOTO: Marco Wille / Marco Wille; www.marcowille.de
Zweibrücken. Das Endspiel um den Rheinland-Pfalz-Cup gegen die EG Dietz-Limburg wird zu „99 Prozent“ nicht ausgetragen. Derweil verloren die Hornets ihr letztes Spiel in der Regionalliga Süwest gegen den EC Eppelheim mit 2:3 nach Penaltyschießen. Sie schließen die Saison im Mittelfeld ab. Von Mirko Reuther

Als die Eishockeyspieler des EHC Zweibrücken wenige Minuten nach der 2:3-Heimniederlage nach Penaltyschießen gegen den EC Eppelheim noch einmal das Eis der Peter-Cunningham-Memorial-Arena betraten, gab es von den 630 Zuschauern versöhnlichen Applaus. Selbstverständlich war das nicht. Schließlich hatten die Hornets am Sonntagabend nicht nur ihr letztes Ligaspiel verloren (wir berichteten kurz) – sondern schon vor Wochen die Playoff-Teilnahme in der Regionalliga Südwest in den Sand gesetzt. Gegen den Tabellendritten Eppelheim legte Zweibrücken trotz großer Personalprobleme zwar einen couragierten Auftritt hin. Die Mannschaft musste sich aber  die unangenehme Frage gefallen lassen: Warum erst jetzt?  „Einsatzbereitschaft, Kampf, Wille – heute hat es gestimmt. Im letzten Spiel“, haderte auch EHCZ-Trainer Tomas Vodicka.

Eine Chance, die durchwachsene Saison zu einem versöhnlichen Ende zu führen, wird es für sein Team wohl nicht geben. Denn das Endspiel um den Rheinland-Pfalz-Pokal findet voraussichtlich nicht statt. Finalgegner EG Diez-Limburg, Tabellenführer der Regionalliga West, hat in seiner Spielklasse souverän die Playoffs erreicht und hätte womöglich erst im April Zeit für den Pokal. „Das Spiel wird zu 99 Prozent abgesagt“, ist sich Vodicka sicher. Der 34-Jährige konnte am Sonntag gegen die Eisbären aus Eppelheim nur elf gesunde Feldspieler aufbieten, während die vom ehemaligen EHCZ-Coach Richard Drewniak trainierten Gäste  mit drei kompletten Reihen antraten. Zweibrücken gestaltete die Partie lange ausgeglichen, musste kurz vor Ende des ersten Drittels aber den 0:1-Rückstand durch Tim Brenner hinnehmen (19. Minute).

Im zweiten Drittel schlugen die Hornets zurück. Marius Metzner behielt hinter dem Tor der Gäste die Übersicht und passte auf Robin Spenler, der aus kurzer Distanz den Ausgleich markierte (31.). Im Schlussabschnitt gingen die Gäste durch Marcus Semlow zwar wieder in Front (45.), doch zwei Minuten vor dem Ende spielte EHCZ-Spieler Max Dörr einen langen Pass aus dem eigenen Drittel – und André Nunold feuerte den Puck aus halbrechter Position über die Schulter von Eisbären-Torwart Janis Wagner zum 2:2 ins Netz. Das Penalty-Schießen musste die Entscheidung bringen. Und hier zeigten die Hausherren Nerven. Nur Marc Lingenfelser traf für die Hornets. Spenler schoss am Tor vorbei und EHC-Kapitän Stephen Brüstle scheiterte an Torwart Wagner. Bei den Gästen trafen Brenner und Louis McIntosh.

Der amtierende Meister Zweibrücken schließt die Saison somit als Fünfter ab, drei Punkte hinter Playoff-Rang vier. Der war vor der Saison als Minimalziel ausgerufen worden. „Man muss so ehrlich sein und sagen, dass es für die Playoffs dieses Jahr zurecht nicht gereicht hat“, sagte Vodicka. Mit einer Erklärung tat er sich schwer. „Nach dem schwachen Saisonstart war die Stimmung nicht gut, da sind schnell die Köpfe runtergegangen. Aber wir sind alles Erwachsene – das kann ich nicht als Begründung gelten lassen.“ Vodicka ergänzte: „Ich habe über die ganze Saison einen richtigen Teamgeist vermisst. Der hat nur in einzelnen Spielen gestimmt. Auch die Chancenverwertung war insgesamt einfach nicht gut genug.“

Besonders auswärts ließen sich die Hornissen von ihren Gegnern zu oft aufs Glatteis führen. Acht von zwölf Spielen in der Fremde gingen verloren. „Wir müssen aus unseren Fehlern lernen und es nächste Saison besser machen“, fordert Vodicka. Ein konkretes Saisonziel mochte der Trainer noch nicht formulieren. Auch, weil die Personalplanungen für die kommende Runde erst angelaufen sind. Fest steht aber: Vodicka möchte dann nicht mehr hinter der Bande stehen – sondern als Spieler auf dem Eis. Zumindest, wenn der  Rücken des 34-Jährigen die Belastung mitmacht. In diesem Fall bräuchte der EHCZ einen neuen Cheftrainer. Die Hornets haben also noch viel Arbeit vor sich, wenn sie in der nächsten Saison wieder  mehr ernten wollen als nur versöhnlichen Applaus.