| 22:30 Uhr

Playoffs Eishockey-Regionalliga Südwest
Traum vom Finale hängt für Hornets am seidenen Faden

 Am Freitag sind Maximilian Dörr (vorne) und der EHC Zweibrücken im Rückspiel zum Siegen verdammt oder die Saison ist gelaufen.
Am Freitag sind Maximilian Dörr (vorne) und der EHC Zweibrücken im Rückspiel zum Siegen verdammt oder die Saison ist gelaufen. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Eishockey-Regionalliga Südwest: EHC Zweibrücken steht nach 4:5-Niederlage im ersten Playoff-Halbfinale gegen Heilbronner EC vor dem Aus. Von Martin Wittenmeier

Sekunden vor der Schlusssirene hatte Hornets-Verteidiger Felix Stokowski den Ausgleich auf dem Schläger, doch Andrew Hare parierte den letzten Schuss auf seinen Kasten. Augenblicke später war der Heilbronner Torwart in einer Jubeltraube verschwunden. In einem dramatischen ersten Playoff-Halbfinale hat der EHC Zweibrücken gestern Abend gegen den Heilbronner EC mit 4:5 (1:1/1:4/2:0) verloren und muss nun das Rückspiel am Freitag unbedingt gewinnen oder der Traum von der Meisterschaft ist jäh geplatzt.

So schlecht die Partie für die Hornets geendet ist, so schlecht hatte sie auch angefangen: Während sich die Zweibrücker Hintermannschaft noch sortierte, traf Kevin Malez mit dem ersten Schuss zur Heilbronner Führung. Die kalte Dusche nach gerade einmal 14 Sekunden. So hatte sich die Mannschaft von Trainer Ralf Wolf den Auftakt nicht vorgestellt. Die Hornets brauchten einige Minuten, um sich von dem frühen Schock zu erholen, fanden dann aber besser ins Spiel und belohnten sich mit dem 1:1 durch Dan Radke (7.). Noch vor der Drittelpause musste der EHCZ den nächsten Nackenschlag einstecken. Vladimir Zvonik verdrehte sich das Knie, damit war die Partie für den Defensivmann gelaufen. „Seine Ruhe hat uns danach im Spielaufbau gefehlt“, meinte Wolf, der kurzfristig auch auf den erkrankten Marco Trenholm verzichten musste. „Wir haben es mit dem dünnen Kader nicht geschafft, unser Spiel durchzudrücken, konnten das hohe Tempo nicht über 60 Minuten gehen.“

Nachdem zunächst das Aluminium mehrmals einen Zweibrücker Rückstand verhinderte, zeigte sich Heilbronn im Mittelabschnitt gnadenlos effektiv vor dem Tor von EHC-Schlussmann Steven Teucke. Artem Klein (29./30.) schnürte binnen 90 Sekunden einen Doppelpack zum 3:1. Zwar gelang Ex-Eisbär Claudio Schreyer in Unterzahl der Anschluss, aber Aiden Wagner sorgte mit einem weiteren Doppelschlag kurz vor der Drittelpause für Ernüchterung in der mit mehr als 1000 Zuschauern rappelvollen Zweibrücker Ice-Arena. „Heute haben Kleinigkeiten entschieden. Wir haben im zweiten Drittel unsere Chancen einfach genutzt“, freute sich HEC-Coach Pavol Jancovic über den Auswärtssieg.



Der wackelte in den letzten 20 Minuten allerdings noch einmal gewaltig. Nach dem 3:5 durch Maximilian Dörr (45.) versuchten die Hornets in der Schlussphase alles, aber mehr als das 4:5 von Radke knapp drei Minuten vor dem Ende wollte nicht mehr gelingen. „Es ist noch nichts verloren. Jetzt haben wir am Freitag unser Alles-oder-nichts-Spiel. Wir müssen uns neu fokussieren und dann den Ausgleich schaffen“, ist Wolf zuversichtlich, die Best-of-three-Serie drehen zu können. Eines steht bereits fest: In der Heilbronner Kolbenschmidt-Arena steht für den EHC Zweibrücken am Freitagabend (20 Uhr) nicht weniger als die gesamte Saison auf dem Spiel.

Im zweiten Halbfinale gewann der SC Bietigheim-Bissingen 1b bereits am Freitag beim EV Ravensburg mit 6:4.