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Pferdesport
Wilder Ritt durch Pfützen und über Hindernisse

 Lokalmatador Steffen Körner gewann im Abschlussspringen des Limbacher Turniers auf Salentino Bronze.
Lokalmatador Steffen Körner gewann im Abschlussspringen des Limbacher Turniers auf Salentino Bronze. FOTO: cvw / Cordula von Waldow
Limbach. Nachwuchs und Aktive zeigten beim Reit- und Springturnierdes RFV Limbach ihr Können. Lokalmatador Steffen Körner siegt im Abschlussspringen. Von Cordula von Waldow

Regnet und stürmt es oder kann ich im Trockenen reiten? Das war eine der zentralen Fragen für die Teilnehmer am Reit- und Springturnier in Limbach, das zuletzt stattfand. Im Fokus stand auch der Nachwuchs. So freuten sich die Schulpferdereiter und Einsteiger darüber, ihre Leistungen einmal vor den Augen der Turnierrichter und Zuschauer zu präsentieren.

Eine neue Herausforderung war der Stangen-Wettbewerb in Anlehnung an einen Springparcours, bei dem es darum ging, sich die Strecke zu merken und die Wege zu finden. Hier siegte mit der guten Wertnote 8,0 Lokalmatadorin Ciara Bach im Sattel von Goldbeck (8,0). Das Paar hatte bereits den Reiterwettbewerb mit „Leichtem Sitz“ gewonnen. Einmal mehr gewann auch ein Pferd aus der Zucht der Familie Reitnauer vom Berghof-Einöd die Böckmann-Dressurpferde-Trophy. In diesem Jahr konnte Michael Kaden-Sowe den vierjährigen Fürst-Romancier-Sohn Fine Fery R aus der viel beachteten Staatsprämienstute Fine Sierra R, mit der guten Wertnote 8,2 auf den Silberrang der Finalprüfung, einer Dressurpferdeprüfung Klasse A reiten. Da er mit einer satten Führung von der Pole-Postion aus in die Prüfung gestartet war, führte der Ritt geradewegs auf das Trophy-Siegertreppchen.

Auch in der Dressur punkteten die Amazonen der RSG Berghof-Einöd an vorderster Front: Das Finale des Nürnberger Burg-Pokals der saarländischen Junioren, eine Dressurreiterprüfung Klasse L, gewann zum dritten Mal in Serie Lucienne Bil mit dem Hannoveraner Don‘t Worry und der hervorragenden Wertnote 8,5 vor ihren Vereinskameradinnen Jana Zoller mit ihrem zehnjährigen Zweibrücker Fuchswallach Charly (7,8) und der viertplatzierten Luca Sieber mit Filou de Paris (7,4). Damit sicherte sie sich endgültig den Junioren-Pokal 2019 vor Vereinskameradin Emma Agne. Diese gewann die A**-Dressur mit der Zweibrücker Stute Siviljana (8,2) souverän.



Sowohl im Finale des Nürnberger Amateur-Cups als auch in der Hauptprüfung, einer Dressurreiterprüfung der mittelschweren Klasse M*, ritt Julia Decker (Limbach) mit ihrem achtjährigen Trakehner Wallach Valentino je auf den Silberrang. Das Amateur-Cup-Finale gewann in einer L-Dressur auf Trensenzäumung Kristin Tinius (PSV Am See) mit ihrem Deutschen Reitpony Caramel‘s Mini Cooper (8,0). In der Dressurreiterprüfung Klasse M* siegte deutlich Chantal Reichling vom RSV Völklingen.

Im Springen verteilte sich das Glück auf dem pfützenreichen Platz trotz ähnlicher Starterfelder in den beiden Hauptprüfungen sehr unterschiedlich. Im L-Springen noch mit einem Abwurf behaftet, bewies Carolin Schwuchow vom Pfälzer Pony RFV Thaleischweiler-Fröschen die Stute Diablesse aus der Zucht der Käshofener Familie Schäfer im abschließenden L-Springen mit steigenden Anforderungen als Letzte und Schnellste fehlerfrei über das Stangenmikado. Als Drittschnellstem der zehn Starter gelang dies Lokalmatador Steffen Körner mit seinem neun-jährigen Salentino S. Zwar wackelte eine Stange gefährlich, doch im Abschlussspringen war dem Limbacher das Glück hold.

Einen Achtungserfolg erritt sich das Homburger Nachwuchstalent Jule Eckhart (Verein für Vielseitigkeitsreiten Saarpfalz). Die 14-Jährige pilotierte ihre Stute Roxette erstmals über eine Höhe von 1,30 Metern und punktete dabei mit dem schnellsten Ritt bei zwei Abwürfen.