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Pferderennsport
Rund 2500 Zuschauer trotzen kühlem Wetter

 Auf dem Turf der Zweibrücker Pferderennbahn gab es beim Frühjahrsrennen ausgezeichneten Rennsport in den acht Läufen zu sehen.
Auf dem Turf der Zweibrücker Pferderennbahn gab es beim Frühjahrsrennen ausgezeichneten Rennsport in den acht Läufen zu sehen. FOTO: Norbert Schwarz
Zweibrücken . Beim Zweibrücker Frühjahrsrenntag bekamen diese gestern spannende Rennen geboten. Denen Sibylle Vogt und Franz-Xaver Weißmeier den Stempel aufdrückten.

Ausgezeichneter Sport ist beim Frühjahrsrenntag gestern auf der gut präparierten Zweibrücker Rennbahn geboten worden. Rund 2500 Zuschauer trotzten den wenig frühjahrsmäßigen Temperaturen und wurden dabei in jedem der acht Läufe mit spannenden Auftritten belohnt. Insgesamt wurden am Totalisator 54 422,16 Euro umgesetzt. Das waren rund 8000 Euro weniger als im vergangenen Jahr. Gerhard Rinner als Chef der Wettzentrale hatte dafür einen plausiblen Grund: „Pro Grad weniger hat das einen 1000er gekostet – da kommen wir hin.“

Eingefleischte Liebhaber des Pferderennsports konnten die kalten Temperaturen aber nicht abhalten. Unterm Strich aber fehlten gut 1000 Besucher, stellte Heinrich Schmahl fest. Der ehemalige Geschäftsführer des Zweibrücker Rennvereins war einmal mehr der ruhende Pol bei der Veranstaltung. Und der Vorsitzende des veranstaltenden Rennvereins, Oberbürgermeister Marold Wosnitza, wäre auch viel lieber im leichten Sommer-T-Shirt denn kälteabhaltender Kleidung gekommen. „Hut ab, dass doch so viel gekommen sind was beweist, wie beliebt diese Sportveranstaltung ist und wie viele Freunde der Pferderennsport in Zweibrücken und dem Umland hat.“ Stadt und Land, Hand in Hand, bei der rennsportlichen Großveranstaltung auf der Rennwiese stimme das allemal, denn viele Pferdesportliebhaber von der Sickingerhöhe gaben sich gestern erneut ein Stelldichein.

Viele sportliche Leckerbissen wurden bei den insgesamt acht Einzelrennen geboten. Dabei drückten die 24-jährige Sibylle Vogt, eine gebürtige Schweizerin, und der aus der bekannten Rennfamilie stammende Fabian-Xaver Weißmeier dem Turfgeschehen den Stempel auf. Gleich im ersten Rennen, beim Preis von Lotto Rheinland-Pfalz und Verein deutscher Besitzertrainer lag dieser klar in Front. Den Spieß drehte im zweiten Rennen beim Preis der VR-Bank Südwestpfalz die Schweizerin um und war im Sattel von Sarayu, einem fünfjährigen Schimmel, nicht zu schlagen. Mit elf Längen Vorsprung ging Fabian-Xaver Weißmeier beim Preis der LBS Südwest dann wieder in Führung, was die Erstplatzierungen betraf. Den „Ausgleich“ sicherte sich Sibylle Vogt im letzten Tagesrennen, beim Kurt-Kaspar-Gedächtnisrennen, mit dem die Familie des im letzten Jahr verstorbenen Rennstallbesitzers aus Althornbach an sein Wirken um den Pferderennsport in der Region erinnerte.



Den ersten Wertungslauf zum Wettstar-Junior-Cup Südwest sicherte sich die 16-jährige Laura Schwarz im Sattel von Scappato. Schrecksekunden für die Reiterin und Zuschauer zum Ende des Rennens beim Auslauf. Der fünfjährige braune Wallach brach aus, brach auf dem Weg am Schwarzbach zusammen und viele Besucher fürchteten bereits das Schlimmste. Doch es gab schnell Entwarnung für die abgeworfene Siegerin und das Pferd. Alle waren wohlauf.

Abwürfe gab es bei verschiedenen Rennen, allerdings verliefen diese ausnahmslos ohne Folgen. Das Renngeschehen in Zweibrücken wurde an die Wettbüros bundesweit übertragen und weil der Düsseldorfer Renntag schon früher beendet war, sei das für die Wettumsätze förderlich gewesen. 66 Prozent des Umsatzes sind nach Gerhard Rinner außerhalb getätigt worden. Wer übrigens am Sonntag nicht auf das richtige Pferd setzte, am 26. Mai 2019, dem zweiten Renntag des Veranstalters, besteht dazu schon wieder Gelegenheit.

 Schnell wie der Wind - so rasen die Pferde auf der Rennbahn an den Zuschauern vorbei.
Schnell wie der Wind - so rasen die Pferde auf der Rennbahn an den Zuschauern vorbei. FOTO: Norbert Schwarz