| 21:44 Uhr

Pferderennen
Weißmeier und Vogt mit je zwei Siegen

Stefanie Koyuncu war beim höchstdotierten Ausgleich IV-Rennen nicht zu halten.
Stefanie Koyuncu war beim höchstdotierten Ausgleich IV-Rennen nicht zu halten. FOTO: Norbert Rech
Miesau. Mit rund 3000 Besuchern und 23 262 Euro Umsatz am Totalisator zogen die Veranstalter des Pferderenntags in Miesau eine zufriedene Bilanz.  Von Norbert Rech

Die rund 3000 Zuschauer haben beim Pferderenntag in Miesau spannende Läufe gesehen. Mit jeweils zwei Siegen haben am Sonntag Sybille Vogt und Fabian Xaver Weißmeier, die beiden führenden im Turf-Championat Südwest, demonstriert, dass sie in dieser Saison in Bestform sind. „Zum Glück spielt die Gesundheit mit“, zeigte sich Weißmeier optimistisch, auch demnächst in Baden-Baden punkten zu können. Der 28-Jährige legte beim Preis der Deutsch-Amerikanischen-Freundschaft richtig los. Mit der vierjährigen Stute Toutainville Sb. gelang ihm ein Überraschungscoup. Beim Preis der Vermögensberatung musste er sich dann allerdings Vogt geschlagen geben. Wie in Zweibrücken galoppierte diese mit der achtjährigen Stute Troyanda Skl. des Lokalmatadoren Thomas Gries als Erste über die Ziellinie. Diesmal musste sie sich mit ihrem Konkurrenten einen harten Kampf liefern. Beim Preis der Besitzertrainer belegte Weißmeiner, der hier mit der dreijährigen Sute Turfdiva angetreten war, den dritten Platz.

Bei dem folgenden und am höchsten dotierten (2700 Euro) Ausgleich-IV-Rennen war Stefanie Koyuncu nicht zu halten. In einer Zeit von 2,27 Minuten und zweieinhalb Längen Vorsprung ließ sie auf dem sechsjährigen Wallach Giant Grizzly das Feld weit hinter sich. Dafür konnte Weißmeier wieder im Turffreunde-Preis brillieren. Auf dem vierjährigen Wallach Winzapper gelang es ihm, mit eineinhalb Längen Vorsprung sicher ins Ziel zu kommen. Zum 30. Sieg fehlte ihm dann das Quäntchen Glück. So musste er sich beim Preis der Trainingsgemeinschaft erneut Vogt geschlagen geben, die das wegen eines Unfalls eine Stunde später gestartete Rennen auf dem sechsjährigen Wallach Dawn Prayer des Niederbexbachers Christof Schleppi für sich entscheiden konnte. Insgesamt erlebten die rund 3000 Zuschauer bei wunderschönem Spätsommerwetter einen tollen Renntag, der allerdings kurz vor Schluss von einem Unfall überschattet wurde (wir berichteten). Ein jockeyloses Pferd überrannte eine junge Frau, die daraufhin ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Wegen der jüngsten Trockenheit  mussten die Verantwortlichen des Reit- und Fahrvereins im Vorfeld die Bahn mehrfach bewässern. „Insgesamt haben wir 16 000 Liter Wasser eingesetzt“, berichtete Traudel Grinda, die maßgeblich für die Organisation verantwortlich war. Präsident Georg Mayer freute sich über die große Resonanz der Veranstaltung, die in Miesau auch als „kleines Volksfest“ gilt. An den Wettschaltern bildeten sich oft große Schlangen, obwohl Gerhard Rinner zwei zusätzliche geöffnet hatte. Es wurden 23 262,70 Euro umgesetzt.