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Offene Rechnung mit den Eisbären

 Radovan Pastorek (rechts) empfängt am Sonntag mit den Hornets Spitzenreiter Heilbronn. Foto: Wille
Radovan Pastorek (rechts) empfängt am Sonntag mit den Hornets Spitzenreiter Heilbronn. Foto: Wille FOTO: Wille
Zweibrücken. Alles ist angerichtet: Der Ligazweite EHC Zweibrücken erwartet Tabellenführer EHC Heilbronn zum heißen Tanz um die Spitze. Mit einem Erfolg würden sich die Hornets vorbei an den Eisbären auf Rang eins in der Regionalliga Südwest schieben. Martin Wittenmeier

Zweiter gegen Erster, der beste Angriff der Liga trifft auf die stärkste Defensive. Mehr Spitzenspiel geht nicht. An diesem Sonntag, 18.30 Uhr, empfängt der EHC Zweibrücken Tabellenführer EHC Heilbronn in der Peter-Cunningham-Memorial-Arena. Die Hornets rechnen im Spiel des Jahres mit weit über 1000 Zuschauern. Auch aus Heilbronn haben sich zahlreiche Fans angekündigt. "Ich gehe davon aus, dass wir am Sonntag einen Saisonrekord aufstellen. Alle sind heiß auf das Spiel, die Halle wird brennen", blickt Hornets-Trainer Richard Drewniak voraus.

Die Eisbären gewannen zuletzt zwei Mal in Folge souverän die Regionalliga-Meisterschaft, verzichteten aber jeweils auf den Sprung in die Oberliga. Dennoch hat sich das Team von Trainer Kai Sellers vor der Saison weiter verstärkt. Mit Pascal Schoofs (Löwen Frankfurt) und Igor Filobok von den Mighty Dogs Schweinfurt wurden zwei Spieler verpflichtet, die bereits in der Zweiten Liga beziehungsweise Oberliga Erfahrung gesammelt haben. Drewniak sieht seine Mannschaft deshalb als Außenseiter, aber nicht chancenlos gegen den "FC Bayern der Eishockey-Regionalliga": "In Zweibrücken muss auch Heilbronn erst einmal bestehen. Wir werden es ihnen so schwer wie möglich machen." Die Marschroute wird diesmal eine andere sein als im Hinspiel Mitte November. Damals mussten die Hornets auf einige Stammkräfte, darunter die beiden Topscorer Ben Payne und Lukas Srnka, verzichten und kassierten beim 2:8 die bislang einzige Niederlage in dieser Runde. Der Plan, defensiv zu agieren und sich nur aufs Kontern zu beschränken, sei in Heilbronn nicht aufgegangen, gesteht Drewniak. "Wir hatten uns hinten eingeigelt und viel zu passiv gespielt. Ich bin überzeugt, dass wir zu Hause mit unseren tollen Fans im Rücken mutiger auftreten werden." So sieht es auch Gästetrainer Sellers: "Wir müssen das Hinspielergebnis aus den Köpfen kriegen. Diesmal erwartet uns eine ganz andere Zweibrücker Mannschaft."

Drewniak setzt dabei auf die kleinere Eisfläche in der Rosenstadt. "Wir müssen die Räume eng machen und gleich früh stören. Wenn es uns gelingt, das Heilbronner Kombinationsspiel zu unterbinden, haben wir mit Sicherheit eine Chance, etwas mitzunehmen."

Personell sieht es bei den Hornets vor dem Topspiel sehr gut aus, ein Fragezeichen steht allerdings hinter dem Einsatz von Angreifer Tomas Vodicka. Der Slowake hatte sich vergangene Woche im Pokalspiel gegen Bitburg eine Knieprellung zugezogen. "Er konnte diese Woche nicht trainieren. Ob er am Sonntag auflaufen wird, entscheidet sich kurzfristig", so Drewniak.