| 22:20 Uhr

Handball-Oberliga
SV 64 hat den Sieg schon zur Halbzeit in der Tasche

  Kaum zu halten: Trotz erbitterter Gegenwehr des Wormsers Markus Metzdorf kann sich SV-Kreisläufer Benni Zellmer durchsetzen. Er erzielte vier Tore.  Foto: maw
Kaum zu halten: Trotz erbitterter Gegenwehr des Wormsers Markus Metzdorf kann sich SV-Kreisläufer Benni Zellmer durchsetzen. Er erzielte vier Tore. Foto: maw FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken . Handball-Oberliga: Männer vom SV 64 Zweibrücken nehmen auch die Hürde Worms ohne Probleme. Nächsten Samstag Topspiel in Budenheim. Von Roman Kuhn

Die Oberliga-Handballer vom SV 64 Zweibrücken wissen vermutlich nicht mal mehr, wie sich verlieren eigentlich anfühlt. Die Mannschaft von Trainer Stefan Bullacher gewann am Samstag auch ihr 14. Saisonspiel gegen die HSG Worms deutlich mit 33:24 (17:10). Den Grundstein zum souveränen Heimerfolg vor 350 Zuschauern in der Ignaz-Roth-Halle legte der SV schon vor der Pause. Als die Halbzeit-Sirene ertönte, lagen die Hausherren bereits mit acht Treffern vorne.

HSG-Trainer Marco Tremmel und SV-Coach Stefan Bullacher hatten im Vorfeld der Partie die eine oder andere Sorgenfalte auf der Stirn. Mit Konstantin Herbert auf Wormser und Tim Schaller auf Zweibrücker Seite mussten beide Teams auf ihren Top-Torjäger verzichten. Bei Worms fehlten zudem Kreisläufer Moritz Bestrich und die Linkshänder Steffen Dietz und Luca Steinführer. Der SV musste dafür auf Christopher Huber und Tobias Alt verzichten. Torhüter Marko Ivankovic saß zwar auf der Bank, wurde wegen einer Leistenverletzung aber geschont.

Die Löwen schienen ihre Ausfälle allerdings deutlich besser kompensieren zu können als das Team aus der Nibelungenstadt. Der SV trug seine Angriffe mit viel Tempo und Dynamik vor, die bewegliche Deckung der 64er erstickte viele Angriffe der Gäste schon im Keim. Worms setzte auf lange Angriffsketten, um Zeit von der Uhr zu nehmen – doch sowohl das Schiedsrichtergespann Mayer/Landgraf als auch die Zuschauer in der Ignaz-Roth-Halle sahen das nicht gerne. Die Zuschauer pfiffen aus Frust. Und die Schiris pfiffen wegen Zeitspiel.



Die Zweibrücker ließen sich nicht entnerven und erspielten sich angeführt vom besten Torschützen Marc Robin Eisel (9 Treffer) rasch eine 8:4-Führung (15.Minute). Bis zur Halbzeit hatte sich der Vier-Tore-Vorsprung verdoppelt.

Drei Minuten nach Wiederanpfiff sorgte SV-Youngster Felix Dettinger für die erste zweistellige Führung des Abends (20:10). Bullacher gab seinem Stammpersonal im Anschluss Verschnaufpausen und wechselte durch. Dies nutzte vor allem SV-Spieler Tom Ihl, der aus dem Rückraum und auf der Außenbahn vier blitzsaubere Treffer erzielte. Dass die 64er den Vorsprung angesichts der Umstellungen nicht mehr weiter ausbauen konnten, störte kaum jemanden. Denn der deutliche Sieg der Löwen geriet nie in Gefahr.

Das musste auch Gästecoach Tremmel eingestehen: „So wie Zweibrücken tritt ein Tabellenführer auf. Von Anfang an souverän. Das Spiel war zur Halbzeit eigentlich entschieden.“

Bullacher selbst war indes mit dem Auftritt nicht zu hundert Prozent zufrieden – zeigte sich aber nachsichtig: „Das war heute handballerisch sicher kein Highlight. Da sind unsere Fans anderes gewohnt. Aber die Jungs sind im Kopf schon ein bisschen beim Spitzenspiel nächste Woche in Budenheim. Kompliment an die Zuschauer, dass sie uns so unterstützen, auch wenn nicht alles rund läuft.“

Am kommenden Samstag treten die Zweibrücker um 20 Uhr auswärts beim Tabellendritten Sportfreunde Budenheim an. Mit fünf Verlustpunkten sind die Mainzer, zusammen mit der SG Saulheim (4), das einzige Team, das den Zweibrückern noch halbwegs auf den Fersen geblieben ist. Alle anderen Mannschaften haben mindestens acht Verlustpunkte auf dem Konto.