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Kolumne Sport
Noch gute Aussichten für den Sportsommer

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Langsam, aber sicher ist das frühe Ausscheiden der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Russland verdaut. Was bleibt uns auch anderes übrig? Das Aufrichten fällt gerade mit Blick auf die noch anstehenden Sport-Höhepunkte in diesem Sommer allerdings gar nicht so schwer.

Besonders die deutschen Leichtathleten fiebern ihrem persönlichen Saison-Highlight entgegen: der Heim-EM in Berlin vom 7. bis 12. August. Für sie alle ist die Teilnahme an diesen Europameisterschaften das große Ziel. Und das LAZ Zweibrücken hat im Kampf um die begehrten EM-Tickets gleich mehrere heiße Eisen im Feuer. Mit Stabhochspringer Raphael Holzdeppe und Speerwerferin Christin Hussong scheinen zwei LAZ-Athleten bereits vor der für die Ticketvergabe entscheidenden DM in zweieinhalb Wochen gesetzt zu sein. Beide führen die deutsche Jahresbestenliste in ihrer Disziplin souverän an. Wenn Holzdeppe in den letzten beiden Wettkämpfen auch Schwächen zeigte, müsste es mit dem Teufel zugehen, könnte der Weltmeister von 2013 in Berlin nicht bei einer weiteren internationalen Meisterschaft mitmischen. Erstmals die Chance darauf hat bei den Aktiven auch Disziplinenkollege Daniel Clemens. Mit seinem Flug über die 5,61 Meter beim Himmelsstürmer-Cup meisterte er die EM-Norm. Er muss diese Form jedoch bestätigen, um seinen Traum vom EM-Start auch wirklich erfüllen zu können.

Anders als die wenig WM-tauglichen, müden Auftritte der DFB-Elf in Russland – so ganz verdaut scheinen sie wohl doch noch nicht zu sein – sehen derzeit die von Christin Hussong aus. Gleich vom Saisonauftakt an – mit 66,36 Metern erzielte die 24-Jährige in Halle die zweitbeste Weite ihrer Karriere – zeigte sich die Herschbergerin in EM-Form. Wirft konstant Weiten über 63 Meter. Damit sammelt sie Selbstvertrauen auf dem Weg nach Berlin. Mit dem sie die Chance haben wird, ganz vorne mitzumischen – und aus Zweibrücker Sicht für einen erfolgreichen Sportsommer zu sorgen.