| 20:19 Uhr

FSV will Favoriten ärgern
Noch fehlt das Glück

 Tom Koblenz (links) setzt sich hier gegen Michael Kohn vom FC Karbach durch. Er ist der Dreh- und Angelpunkt im Offensiven Mittelfeld des FSV Jägersburg. Seine Impulse sind auch heute gegen Eintracht Trier gefragt.
Tom Koblenz (links) setzt sich hier gegen Michael Kohn vom FC Karbach durch. Er ist der Dreh- und Angelpunkt im Offensiven Mittelfeld des FSV Jägersburg. Seine Impulse sind auch heute gegen Eintracht Trier gefragt. FOTO: Markus Hagen
Jägersburg. Oberligist FSV Jägersburg spielt ordentlich, belohnt sich dafür aber nicht. Das soll heute gegen Trier anders werden. Markus Hagen

Nur drei Tage hatte der FSV Jägersburg Zeit, die ärgerliche 1:2-Auswärtsniederlage am Samstag bei der TSG Pfeddersheim zu verdauen. Schon am heute Abend tritt der FSV um 19 Uhr im Heimspiel gegen Eintracht Trier erneut in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar an. Am Samstag hatte der FSV acht Minuten vor dem Abpfiff durch einen aus Ihrer Sicht total unberechtigten Handelfmeter in Pfeddersheim verloren. Angesichts der nächsten schweren Partien im Terminkalender hätte dem FSV dieser Punkt mit Sicherheit gut getan.

„Mit einem Punkt würde uns das Spiel heute Abend gegen Eintracht Trier bestimmt noch etwas leichter gefallen“, sagt der Jägersburger Trainer Thorsten Lahm, der seine Mannschaft in einer klaren Außenseiterrolle gegen die Moselaner sieht. In der neuen Saison mussten die Jägersburger schon drei Niederlagen einstecken. Doch bei diesen Misserfolgen gegen den FC Karbach, beim SV Gonsenheim und erst Recht in Pfeddersheim waren die Jägesburger nicht die schlechtere Mannschaft. „Irgendwie fehlt uns auch das Glück in diesen Spielen“, meint Lahm. So vergab man bei der 0:1-Heimniederlage gegen den FC Karbach einen Foulelfmeter. Doch der Trainer bleibt optimistisch: „Wir arbeiten immer weiter und irgendwann schlägt das Pendel in Sachen Glück auch mal zu uns zurück.“ Vielleicht ja schon heute Abend gegen Trier. Deshalb heißt es nun abhaken und auf ein Neues, wenn die Eintracht im Alois-Omlor-Sportpark in Jägersburg zu Gast ist.

Beim diesjährigen Regionalliga-Absteiger läuft ebenfalls noch Vieles nicht rund, wie die bisherigen Spiele zeigen. So lagen die Blau-Schwarzen bei Rot-Weiß Koblenz drei Minuten vor dem Abpfiff noch mit 1:3 in Rückstand. Am Ende reichte es dann doch noch für ein 3:3. Das Heimspiel gegen den FV Dudenhofen gewann man glücklich in der Nachspielzeit mit 2:1 und am vergangenen Samstag rettete man im Moselstadion erst in der 87. Minute mit dem Ausgleichstreffer zum 2:2 gegen den FV Diefflen einen Punkt. Auch wenn Trier mit sechs Zählern drei Punkte mehr auf dem Konto hat als der FSV Jägersburg in Sachen Torverhältnis liegen beide Teams auf Augenhöhe. Trier traf bisher sieben Mal. Jägersburg sechs Mal. Beide Mannschaften ließen bisher sechs Gegentore zu.



Thorsten Lahm setzt auf die Außenseiterrolle seines FSV gegen den Favoriten aus der Moselstadt, der bereits nach vier Spieltagen gewaltig unter Druck steht. Zum Spitzenreiter FC Homburg fehlen bereits sechs Punkte und auch zu Platz zwei, mit dem man sich über Aufstiegsspiele auch einen Platz in der Regionalliga sichern kann, ist schon ein Stück entfernt. Weitere Ausrutscher kann sich Trier nicht mehr leisten, wenn man nicht schon jetzt weit hinter die ersten beiden Plätze zurückfallen will.

Der FSV Jägersburg dagegen richtet den Blick nach unten. „Nur nicht ganz nach unten durchrutschen“, heißt es bei den Lila-Weißen. Ein Punkt oder sogar ein Sieg wäre natürlich für die Jägersburger gegen Trier eine super Sache. Dabei denkt man an die erste Oberligarunde zurück, als man zu Hause den späteren Meister TuS Koblenz bezwang. Und in der vergangenen Saison? Da schlugen die Jägersburger auf eigenem Platz Meister TSV Schott Mainz und den Vizemeister und späteren Aufsteiger Röchling Völklingen. Warum sollte daher heute nicht auch ein Sieg gegen Eintracht Trier möglich sein?

Thorsten Lahm verspricht: „Wir verstecken uns auch nicht vor großen Vereinen mit viel Tradition. Wir wollen unsere Chance auch in der Offensive suchen.“ Nur schade aus seiner Sicht und der der FSV-Anhänger, dass mit Tim Schäfer (Oberschenkelzerrung), Murat Adiguezel (Rücken) und Teamkapitän Daniel Dahl (Leiste) gleich drei Leistungsträger weiter nicht zur Verfügung stehen.