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Niklas Betz springt fehlerfrei zum Sieg

 Niklas Betz vom RFV Limbach blieb im M*-Springen mit Stechen fehlerfrei und setzte sich somit beim Saar-Span-Masters in Zweibrücken durch. Foto: cvw
Niklas Betz vom RFV Limbach blieb im M*-Springen mit Stechen fehlerfrei und setzte sich somit beim Saar-Span-Masters in Zweibrücken durch. Foto: cvw FOTO: cvw
Zweibrücken. Reiten: Limbacher setzt sich im Finale des ersten Saar-Span-Masters durch. Die Veranstalter sind zufrieden mit der großen Resonanz.

Mit einem spannenden Stechen ist das erste Saar-Span-Masters, das der RSC Gestüt Etzenbacher Mühle im Landgestüt Zweibrücken ausgerichtet hat, zu Ende gegangen. Mit 15 Null-Fehler-Ritten hatte sich fast die Hälfte der hochkarätigen Reiter aus der Region für den verkürzten Stechparcours qualifiziert, teilweise sogar mit mehreren Pferden. Hier fragte Parcourschef Stefan Muthweiler mit engen Wendungen noch einmal die Rittigkeit, aber auch Technik und Springvermögen der Pferde ab. "Das sind fast alles Profis, da entscheidet jetzt die Tagesform", hieß es auf dem Richterturm. Das Glück war am Sonntagnachmittag Niklas Betz vom RFV Limbach hold. Der 19-jährige, national erfolgreiche Reiter, der jetzt für Steffen Hauter Sporthorses arbeitet, blieb mit dem neunjährigen Oldenburger Schimmelwallach Captain im Besitz der Familie Rubly in 32,22 Sekunden als schnellster Reiter fehlerfrei. Sowohl Steffen Hauter mit Erik der Rote als auch Ulrike Schmidt von der RSG Barbarossa Kaiserslautern hätten die Zeit unterboten, verzeichneten vor mehreren Hundert Zuschauern jedoch Abwürfe. Die Überraschung des Tages war der 14-jährige Leon Lersch-Kessel vom RV Jäger aus Kurpfalz, der seinen achtjährigen Holsteinerwallach Captain Jack unaufgeregt und sicher ein zweites Mal fehlerfrei über das Stangenmikado pilotierte und gerade noch innerhalb der erlaubten Zeit damit Sechster wurde. In dem M*-Springen mit Joker am Samstag hatte die ebenfalls jugendliche Julie Thielen einen Doppelsieg errungen.

Strahlende Augen und eine Schärpe erritten sich auch Zweibrücker Amazonen. Michelle Guth gewann mit ihrem 14-jährigen Westfalenwallach Aconell gleich den Pokal der ersten Prüfung, einem Stilspringen Klasse A* mit der Wertnote 7,7 und wurde in der gleichen Prüfung am Sonntag noch einmal Dritte. Johanna Rubly siegte in der Zwei-Phasen-Springprüfung Klasse L in der zweiten Abteilung mit Silbergirl und ritt mit Mareike und Maja alle drei Pferde in die Schleifenränge. Die Schärpe für die Gastgeber des RSC Gestüt Etzenbacher Mühle sicherte sich die mehrfach erfolgreiche Hofherrin, Jennifer Bender, mit Waldora S in der Zwei-Phasen-Springprüfung Klasse A**. Nur, wer ohne Strafpunkte die erste Phase beendet, darf weiter reiten.

Niklas Betz landete noch einen Doppelsieg in der Springpferdeprüfung Klasse A und war damit endgültig erfolgreichster der insgesamt 550 Starter.



"Wir sind einfach überwältigt", sagte Turnierleiter Christian Jochum vom Gestüt Etzenbacher Mühle mit leuchtenden Augen. Nicht nur wegen der rund 100 Nachnennungen der Reiter und dem anspruchsvollen, hochkarätigen Sport mit vielen schönen Ritten. "Mit so einem Besucheransturm haben wir nicht gerechnet", gesteht Jochum. Die Erwartungen seien rundum übertroffen worden. "Das werden wir wohl wiederholen müssen", sagte er schmunzelnd. Und mit einem großen Freiland-Springturnier bis Klasse S** im Sommer ist die nächste Aktion RSC Gestüt Etzenbacher Mühle im Landgestüt bereits geplant.