| 21:18 Uhr

Nächste bittere Pleite
Nicht in Opferrolle drängen lassen

Trotz starker 35 Punkte von Johannes Meenken (links) zog die VTZ in Lerchenberg den Kürzeren.
Trotz starker 35 Punkte von Johannes Meenken (links) zog die VTZ in Lerchenberg den Kürzeren. FOTO: Martin Wittenmeier / maw
Zweibrücken. Basketball-Landesliga: Die VT Zweibrücken leistet sich beim 98:107 gegen den SC Lerchenberg zu viele Fouls und rutscht auf den vorletzten Platz ab. Von Svenja Hofer

Ziemlich frustriert ist Denis Rendgen nach dem vergangenen Spieltag. Die Basketballer der VT Zweibrücken haben gegen den Tabellenzweiten der Landesliga Rheinhessen/Pfalz immerhin starke 98 Punkte erzielt. Und doch musste sich sein Team beim SC Lerchenberg mit 98:107 (20:27/32:29/23:33/23:18) geschlagen geben. Da tröstet es den Spielertrainer wenig, dass seine Jungs, derzeit Vorletzte, erneut gegen eines der Spitzenteams sehr gut mithalten konnten. „Wir dürfen da gar nicht auf die Tabelle schauen. Wir haben im Laufe der Runde gegen den damaligen Tabellenführer Oppenheim gewonnen (77:54), danach gegen Spitzenreiter Rockenhausen (82:79) und auch gegen Lerchenberg jeweils nur mit sechs und jetzt neun Punkten verloren. Und dennoch stehen wir da, wo wir stehen“, betont Rendgen.

Alles in allem habe seine Mannschaft in Lerchenberg eine gute Leistung gezeigt, in dieser Hinsicht könne er seinen Jungs nichts vorwerfen. Zwar liefen die Zweibrücker von Beginn an einem knappen Rückstand hinterher, sie blieben aber immer auf Tuchfühlung. In dem nicht nur torreichen, sondern vor allem auch von vielen Fouls geprägten Spiel, machte am Ende die Breite des Kaders den Unterschied zwischen den beiden Teams. Im Laufe des letzten Viertels fehlten den Zweibrückern nach dem jeweils fünften Foul mit Johann Klein, Milomir Mihailovic, Johannes Petuchov und Daniel Schaumburg irgendwann vier Mann. „So fiel die komplette Defensive zusammen“, erklärt der VTZ-Coach. „Nach vorne hatten wir auch da keine Probleme. Dennoch ist es bitter, dass die Saisonbestleistung von 98 Punkten nicht zum Sieg gereicht hat.“ Auch hier sei die fehlende Tiefe des Kaders ein ausschlaggebender Punkt gewesen. Der SCL hatte ganze sechs Spieler im zweistelligen Punktebereich, zwei dahinter mit jeweils acht Zählern. Überragender Werfer der Partie war mit Johannes Meenken (35 Punkte) zwar ein Zweibrücker, doch neben ihm zeigten lediglich drei weitere Teamkollegen mit Nizar Barkaoui (18), Milomir Mihailovic (17) und Johann Klein (10) eine ordentliche Quote. „Auch hier zeigten sich die besseren Optionen der Lerchenberg durch die breitere Bank.“

Damit es in den verbleibenden vier Partien besser für die Zweibrücker ausgeht, „müssen wir von der Foulproblematik runterkommen“, macht Rendgen ein Problem deutlich. Zudem ist dem VTZ-Trainer aufgefallen, dass sich seine Mannschaft zu häufig in die Opferrolle reindrängen lässt. „Ja, uns fehlt manchmal auch das Glück, und es werden auch viele kleinliche Fouls gegen uns gepfiffen, aber ich habe auf diese Opferrolle keine Lust.“ In der gesamten Runde habe seine Mannschaft genau ein wirklich schlechtes Spiel abgeliefert. Daher könne sie auch weiterhin mit Selbstvertrauen aufs Feld gehen. „Wenn wir am Wochenende so spielen wie in Lerchenberg, werden wir auch gewinnen“, ist sich Rendgen sicher.



Dann geht es am Sonntag, 18 Uhr, zuhause gegen den Tabellenfünften 1. FC Kaiserslautern II. Um Anschluss an die drei vor der VTZ platzierten Teams zu halten, müssen zwei Punkte her. „Es ist ein Heimspiel, da sind wir unter Zugzwang.“ Dabei hofft Rendgen auf die Mithilfe von Gürkan Kirca, der in den vergangenen zwei Wochen fehlte.