| 00:00 Uhr

Naturstrecke fordert die Fahrer

 Zahlreiche Lokalmatadore des HAC Homburg wagen sich auf die anspruchsvolle Strecke auf der Käshofer Straße. Foto: Bubel
Zahlreiche Lokalmatadore des HAC Homburg wagen sich auf die anspruchsvolle Strecke auf der Käshofer Straße. Foto: Bubel FOTO: Bubel
Homburg. Das Homburger ADAC-Bergrennen, das am Wochenende zum 41. Mal veranstaltet wird, ist ein Alleinstellungsmerkmal. Denn es wird auf der Käshofer Straße über 2,6 Kilometer auf einer Natur-Rennstrecke ausgetragen. red

Wer von der neuen Formel-I-Geräuschkulisse und dem dürftigen V-6-Turbo-Sound die Nase voll hat, sollte an diesem Wochenende zum ADAC-Bergrennen nach Homburg kommen. Auf der 2,6 Kilometer langen Käshofer Straße, die zweifelsohne zu den fahrerisch anspruchsvollsten Naturrennstrecken Deutschlands zählt, werden die Zuschauer von kernigem V-8-Sound und den satten Klängen PS-starker Vier- oder Sechszylinder Saugmotoren verwöhnt.

Zum 41. Mal hat es der Homburger Automobilclub (HAC) geschafft, 139 Rennfahrzeuge vom Tourenwagen über Sportwagen bis zu den Formel-Rennwagen, aus der Deutschen- und Luxemburger Bergmeisterschaft sowie dem KW Berg-Cup und dem klassischen NSU-Bergpokal in die Saarpfalz zu locken.

Dreh- und Angelpunkt für die Teams ist das Fahrerlager. Zwischen 15 und 21 Uhr am Freitag steht hier auch die technische Abnahme der Rennfahrzeuge an. Die Rennstrecke ist die Käshofer Chaussee mit dem Start kurz vor der Landesgrenze bis 300 Meter vor die Tore Käshofens. Vier Zuschauerzonen hat der Bautrupp des HAC eingerichtet.

Die Motorsportbegeisterten erwarten drei Trainingsläufe am Samstag sowie drei Wertungsläufe am Sonntag jeweils zwischen acht bis 18 Uhr, bevor direkt nach Rennende die Top Drei der Gesamtwertung im Startbereich mit Pokalen und Sektdusche geehrt werden.

Im Vorfeld wird ein spannender Dreikampf um den Gesamtsieg am Karlsberg erwartet. Der Vorjahressieger und neue Streckenrekordhalter Guy Demuth pausiert zwar, dennoch wird sein letztjähriges Rekordfahrzeug, der über 500 PS starke, grün-graue Osella FA 30 Zytek, mit dem Luxemburger Tommy Rollinger an den Start rollen. Seit vielen Jahren zählt der 3-fache Bergmeister Uwe Lang (Schweinfurt) mit seinem 450 PS Osella PA 20 BMW zum engen Favoritenkreis.

Ebenfalls rund 500 PS unter der Motorhaube hat der Reynard 97 D Judd Formel 3000, des letztjährigen Dritten, dem Franzosen Daniel Allais. Zum erweiterten Favoritenkreis zählt der Badener Formel 3-Pilot Frank Debruyne sowie Sebastian Schmitt (Düsseldorf) und der 10-fache Bergmeister Norbert Brenner (Eichenbühl).

Neun HAC-Mitglieder starten

Voller Vorfreude sehen die Fans dem erneuten Auftritt von Porsche-Werksfahrer und Lokalmatador Timo Bernhard mit einem brandneuen und 460 PS starken Porsche 991 GT3 aus dem Porsche Carrera-Cup entgegen. Nicht zu vergessen der zweifache Berg-Europameister Jörg Weidinger im BMW 318is STW aus der Klasse bis 2000 ccm Hubraum, der die Deutsche Bergmeisterschaft der Tourenwagen anführt.

Traditionell startet eine Vielzahl von Lokalmatadoren. Mit dem Pirmasenser Andreas Germann (Formel 3) hat sich ein weiterer Rundstreckenspezialist angesagt. Für den HAC gehen neun Piloten ins Rennen. In der Gruppe N bis 1600 ccm sind das Ulrich Zeitz (Kelkheim) Peugeot 106 Rallye und Christian Bächle (Homburg) Suzuki Swift Sport.

In der Gruppe A starten Thomas Schmidt (St. Ingbert) VW Lupo, Fredi Marquitz (St. Ingbert) Renault Clio 3 RS sowie Jochen Stoll (Gundersweiler ) Peugeot 306 S16 und Kai Neu (Homburg) im Ford Fokus. Jochen Stoll rangiert derzeit auf Platz vier in der Berg DM. In der Gruppe H/E1 heißen die HAC-Vertreter Gino Kruhs (Quierschied) Renault Megane Maxi sowie Timo und Rüdiger Bernhard für das Team 75 Motorsport (Bruchmühlbach-Miesau), beide auf Porsche .

homburger-bergrennen.de