| 21:32 Uhr

Fußball-Oberliga
Nächstes Spitzenspiel für den FCH

 In Wiesbach kann Christian Lensch (weißes Trikot) mit seinen Homburgern einen weiteren Schritt Richtung Meisterschaft machen. Allerdings muss sich der Oberliga-Primus besser präsentieren, als im Pokal in Altenkessel.
In Wiesbach kann Christian Lensch (weißes Trikot) mit seinen Homburgern einen weiteren Schritt Richtung Meisterschaft machen. Allerdings muss sich der Oberliga-Primus besser präsentieren, als im Pokal in Altenkessel. FOTO: red / Markus Hagen
Homburg. Oberliga-Tabellenführer Homburg läuft am Samstagnachmittag um 17 Uhr beim Dritten auf, Hertha Wiesbach.

14 Spiele, 14 Siege. Diese Bilanz ist für die Konkurrenz des FC Homburg schon ein wenig beängstigend. Acht Punkte Vorsprung hat das Team von Trainer Jürgen Luginger bereits vor dem Tabellenzweiten FK Pirmasens und führt souverän die Oberliga an. Und dieser Vorsprung könnte sich sogar am Samstag noch vergrößern. Voraussetzung wäre ein Sieg beim Ligadritten FC Wiesbach und entsprechende Punktverluste des FK Pirmasens im Moselstadion bei Eintracht Trier.

Aber beim FC Homburg will man erst einmal auf sich selbst schauen. Jürgen Luginger erwartet ein schweres Spiel ab 17 Uhr auf dem Kunstrasenplatz im Prowin-Stadion. „Wiesbach ist enorm heimstark und steht nicht zu Unrecht auf Platz drei in der Tabelle.“ Von seiner Mannschaft fordere er daher, dass sie in taktischer, kämpferischer und spielerischer Hinsicht ihr Leistungspotential abruft, um den 15. Sieg einzufahren. Offensiv, so der Homburger Coach, sei Wiesbach sehr gut besetzt.

Personell wird es in Lugingers Aufgebot, zumindest auf der Bank, etwas dünn aussehen. Fraglich sind die Einsätze von Gaetano Giordano, der sich im Pokalspiel am Mittwoch eine Hüftprellung zugezogen hat, sowie von Norbert Neumann (Knöchel) und Tim Schneider (Rippenprellung). Jens Meyer fällt nach einer Schulteroperation bis Ende des Jahres aus. Zudem plagt Patrick Lienhard sich immer noch mit seiner Oberschenkelzerrung herum. Er hat zwar in dieser Woche mit leichtem Training begonnen. Doch Luginger sieht dem möglichen Einsatz des offensiven Außenspielers, zumal auf Kunstrasen, eher skeptisch entgegen: „Ich gehe davon aus, dass er in Wiesbach nicht zur Verfügung stehen wird.“



Patrick Lienhard hatte sich die Oberschenkelblessur beim Warmmachen vor der Partie letzte Woche gegen Eintracht Trier zugezogen. Für den 25-Jährigen rückte Christian Lensch in die Startformation. „Für mich kam dieser Einsatz schon sehr überraschend“, meint Lensch, der bisher häufig auf der Bank Platz nehmen musste, ehe er dann fast immer im Verlauf des Spiels eingewechselt wurde. Im Heimspiel gegen Eintracht Trier spielte „Lenschi“ erstmals von Beginn in der Startformation. „Natürlich freut man sich, wenn man von der ersten Minute an dabei sein darf“, aber dann auch nicht so sehr, wenn dies aufgrund einer Verletzung eines Mitspielers passiere. Lensch nutzte seine Chance gegen Trier mit einigen Offensivaktionen auf der linken Seite und sogar mit einem Tor, als er die Grün-Weißen in der 41. Minute beim 3:1-Sieg gegen Eintracht Trier mit 1:0 in Führung brachte. Nach einer Stunde holte ihn Luginger vom Platz. „Mir gingen schon etwas die Kräfte aus“, erklärt der 25-Jährige. In einem Spiel werde man schon ganz anders gefordert, als in den täglichen Trainingseinheiten. Die Spielausdauerkraft und Kondition hole man sich dann doch in den Punkt- und Pokalspielen über 90 Minuten.

Lensch bekommt also heute in Wiesbach, falls bei Lienhard über Nacht nicht eine Wunderheilung eintritt, die nächste Chance, sich von Beginn an zu präsentieren. „Wir haben alle den Ehrgeiz, auch dieses Spiel zu gewinnen“, sagt Lensch, der schon beim mageren 2:1-Pokalsieg am Dienstag beim Landesligisten SC Altenkessel von Beginn an spielen durfte. „Hauptsache wir sind weiter gekommen“, wollen sich Lensch und auch sein Trainer Jürgen Luginger nicht weiter über die Art und Weise äußern. „Es waren schwere Bedingungen – Hartplatz und schlechtes Flutlicht“, so Lenschs Rückblick.

Man konzentriere sich jetzt nur noch auf Wiesbach. Hier gibt es ein vielfaches Wiedersehen zwischen beiden Teams. Wiesbachs Trainer Michael Petry kennt Jürgen Luginger aus seiner Zeit beim 1. FC Saarbrücken. Hertha-Torstürmer Björn Recktenwald, der bereits neun Tore für den FC Wiesbach in dieser Saison erzielte, Mike Baier, Giovanni Runco und Tobias Zöllner spielten einst beim FC Homburg. Zwischen Christian Lensch und Björn Recktenwald gibt es sogar ein ganz besonderes freundschaftliches Verhältnis. „Wir haben in der Jugend beim 1. FC Saarbrücken und bei der TSG Hoffenheim zusammengespielt“, so Lensch, der aus der U17 im Juni 2009 gemeinsam mit Björn Recktenwald zur U17 der TSG Hoffenheim wechselte. Später trennten sich dann die Wege. Am Samstag kommt es in Wiesbach zum Wiedersehen.