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Mit viel Spaß große Begeisterung ausgelöst

 Eine Zuschauerkulisse, wie beim Benefizspiel gegen die All-Stars, wünscht sich der SV 64 Zweibrücken auch in den Heimspielen in der Dritten Liga. Fotos: Norbert Schwarz
Eine Zuschauerkulisse, wie beim Benefizspiel gegen die All-Stars, wünscht sich der SV 64 Zweibrücken auch in den Heimspielen in der Dritten Liga. Fotos: Norbert Schwarz
Zweibrücken. Eine prächtige Kulisse bildeten am Freitagabend über 1000 Zuschauer beim Benefizspiel der Handball-All-Stars gegen den Drittligisten SV 64 Zweibrücken in der Westpfalzhalle. Mit 31:26 (18:10) gewannen die Routiniers eine Partie, in welcher der Spaß im Vordergrund stand. Werner Kipper

Handballbegeisterung pur haben am Freitagabend die All-Stars um Christian Schwarzer beim 31:26 (18:10)-Sieg gegen den Drittliga-Aufsteiger SV 64 Zweibrücken in der Westpfalzhalle ausgelöst (wir berichteten). Dabei war bei diesem Benefizspiel der ehemaligen Welt- und Europameister sowie Olympiateilnehmer das Sportliche etwas in den Hintergrund gerückt. Standen doch die Sieger schon vor dem Anpfiff fest. Über 1000 Zuschauer bildeten eine stimmungsvolle Kulisse beim 50-jährigen Bestehen des SV 64 Zweibrücken . Gleichzeitig spendeten die All-Stars ihre Antrittsprämie von 7500 Euro, die von vier Sponsoren aufgebracht worden war, an soziale Einrichtungen, deren Schirmherr Handball-Weltmeister Christian Schwarzer ist. Nutznießer der engen Verbindung zu dem Niederwürzbacher, dessen Sohn Kian in der Jugend der 64er spielt, war der SV 64, der auf sein erfolgreichstes sportliches Jahr zurückblicken kann. Die Krönungen waren der erneute Aufstieg der Mannschaft um Trainer Stefan Bullacher in die Dritte Liga, der Aufstieg der A-Jugend in die Bundesliga und der dritte Platz der B-Mädchen bei der Deutschen Meisterschaft.

Mit nötigem Ehrgeiz

Bei dem Benefizspiel zeigten die ehemaligen Handballgrößen, dass sie bei allem Spaß von ihrem Können noch nichts verlernt haben und noch den nötigen Ehrgeiz besitzen, solche Spiele zu gewinnen. Wenngleich die Athletik etwas auf der Strecke geblieben ist. Zu den herausragenden Spielern gehörten neben Schwarzer, der am Kreis sein Durchsetzungsvermögen unterstrich, noch der Welthandballer von 1998, Daniel Stephan, und Stefan "Kretsche" Kretzschmar, der mit seinen Trickwürfen von der linken Seite für Begeisterung auf den Rängen sorgte. Zum spektakulärsten Treffer des ehemaligen Magdeburgers zählte sein fulminanter Rückhandwurf vom Kreis nach einem kurzen Anspiel zum 18:10-Halbzeitstand.

Ein Wiedersehen, unter anderem mit dem heutigen C-Jugendtrainer Jürgen Stalter, gab es für den einstigen Bundesligaspieler des TV Niederwürzbach, Frank Schmitt. Der Bankangestellte spielte zum zweiten Mal nach dem Benefizspiel zum 60. Geburtstag von Jo Deckarm im Januar in der Saarlandhalle mit den All-Stars. "Mit 46 Jahren trete ich in den Handballspielen etwas kürzer", erklärte er. Aber ich trainiere seit acht Jahren den TSV Amicitia Viernheim , der in der Baden-Württemberg-Liga spielt. "Wir müssen schlau spielen, denn die Zweibrücker Spieler sind alle schneller als wir", lautete sein Fazit nach der Taktikbesprechung (lacht). In die war auch der Zweibrücker Till Wöschler einbezogen, der sich nahtlos ins Spiel der All-Stars als Torschütze einfügte. Der U23-Speerwurf-Europmeister hatte sich sein Gastspielrecht per eBay ersteigert und traf auf seine Brüder Aris und Nils.

Das Spiel wurde souverän geleitet von dem jungen HVS-Schiedsrichterteam Anna Teich aus Niederwürzbach und Simon Demmer (Oberthal).