| 21:51 Uhr

FC 08 Homburg
Trainer Luginger sieht seinen FCH „im Soll“

  32 Mal durften die Spieler des FC Homburg in der Vorrunde der Fußball-Regionalliga nach einem Torerfolg jubeln. Eine stolze Quote. Dafür klingelte es hinten nach dem Geschmack von Trainer Luginger aber viel zu oft (26 Mal).
32 Mal durften die Spieler des FC Homburg in der Vorrunde der Fußball-Regionalliga nach einem Torerfolg jubeln. Eine stolze Quote. Dafür klingelte es hinten nach dem Geschmack von Trainer Luginger aber viel zu oft (26 Mal). FOTO: Markus Hagen
Homburg. Mit Platz vier nach der Vorrunde ist man beim Fußball-Regionalligisten FC Homburg durchaus zufrieden. Sorgenkind sind die Defensive – und viele frühe Gegentore. Von Markus Hagen

Auf Platz vier hat Fußball-Regionalligist FC Homburg eine solide Vorrunde beendet. Mit 33 Zählern holte das Team von Trainer Luginger vier Punkte mehr als zum selben Zeitpunkt in der letzten Saison.

„Wir liegen im Soll und haben uns nach einem schlechten Start in die Tabellenregion vorgearbeitet, die wir vor der Runde als Ziel ausgegeben haben“, ist Luginger mit der Halbzeitbilanz nicht unzufrieden.

Dabei hatte seine Elf nach einem Stotterstart nur sieben Punkte in den ersten sechs Partien geholt. „Die Heimniederlagen gegen Aufsteiger Alzenau und gegen Ulm waren unnötig“, sagt der Trainer kritisch. Luginger sah nach der 1:5-Pleite gegen Ulm dann allerdings, wie seine Mannschaft immer besser ins Rollen kam. In den folgenden zehn Spielen standen für die Grün-Weißen acht Siege und zwei Unentschieden zu Buche. Insbesondere der 3:2-Sieg gegen den Tabellenzweiten SV Elversberg sowie der 2:1-Erfolg gegen den Dritten TSV Steinbach hätten gezeigt, „welche Qualität im Kader steckt und dass wir mit den Spitzenteams mithalten können“, lobt Luginger. Auch bei der 1:2-Niederlage am vergangenen Sonntag beim unangefochtenen Ligaprimus 1. FC Saarbrücken sei für seine Elf „mit Sicherheit mehr möglich“ gewesen. „Mindestens einen Punkt hätten wir verdient gehabt.“



Nach der Niederlage liegt Homburg zehn Punkte hinter dem FCS, der Aufstiegszug dürfte abgefahren sein. Dass der FCH vor der Runde zum Titelaspiranten hochstilisiert wurde, kann Luginger aber ohnehin nur schwer nachvollziehen „Wir wollten uns verbessern und wieder im oberen Drittel mitspielen. Aber unser Anspruch und Denken war nicht auf die Meisterschaft ausgelegt“, beteuert der Trainer. Im Hinblick auf das Ziel oberes Tabellendrittel ist der FCH auf einem guten Weg. Bereits acht Punkte trennen den Vierten Homburg vom Fünften Ulm.

Dennoch gebe es für seine Mannschaft „noch einiges zu tun“, sagt der 51-Jährige. Insbesondere, dass seine Mannschaft in den letzten drei Ligaspielen immer in Rückstand geriet, ist dem Fußballlehrer ein Dorn im Auge. Das soll in der Rückrunde, die für den FCH am 23. November mit einem Auswärtsspiel beim FC Bayern Alzenau beginnt, nicht mehr so häufig passieren.

Verbessert werden soll aber auch das grundsätzliche Defensivverhalten. 26 Gegentreffer musste der FCH bis jetzt hinnehmen. So viele wie der Tabellen-13. FSV Frankfurt. Mit 32 erzielten Toren können die Grün-Weißen dagegen zufrieden sein.

In Alzenau hat der FCH noch etwas gut zu machen. Im Hinspiel unterlag Homburg dem Aufsteiger zu Hause überraschend mit 1:2.

Über personelle Verstärkungen in der Winterpause denkt Luginger nicht nach. Der Kader sei qualitativ und quantitativ gut besetzt. Nur wenn ein Spieler Wechselabsichten äußern sollte, werde man über Ersatz nachdenken, sagt der Trainer.