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Eishockey-Regionalliga
Mit gestärkter Defensive in Richtung Playoffs

Der Tscheche Vladimír Zvoník (links), hier mit der sportlichen Leiterin Christina Fischer, soll der bislang wackligen Defensive des EHC Zweibrücken mehr Stabilität verleihen. Er besetzt die zweite Kontingentstelle.
Der Tscheche Vladimír Zvoník (links), hier mit der sportlichen Leiterin Christina Fischer, soll der bislang wackligen Defensive des EHC Zweibrücken mehr Stabilität verleihen. Er besetzt die zweite Kontingentstelle. FOTO: EHC Zweibrücken
Zweibrücken. Verteidiger Vladimír Zvoník wechselt zu den Hornets und ist Sonntag im Heimspiel gegen den EHC Freiburg 1b spielberechtigt.

In der Eishockey-Regionalliga Südwest wird die heiße Phase im Kampf um die Playoff-Plätze eingeläutet. So eng wie die Liga derzeit zusammen ist, tut jeder verlorene Punkt doppelt weh. Wie schnell man in der Tabelle durchgereicht werden kann, musste der EHC Zweibrücken in den letzten Wochen leidvoll erfahren. Standen die Hornets nach dem vierten Spieltag noch auf Rang zwei, ist die Truppe von Trainer Terry Trenholm nach einigen unnötigen Niederlagen mittlerweile auf den sechsten Platz abgestürzt. Ein vorzeitiges Saisonende nach der Hauptrunde droht.

Wenn sie noch in die Playoffs wollen, dürfen sich die Hornets keine Ausrutscher mehr erlauben. Schon gar nicht am Sonntagabend im Heimspiel (19 Uhr) gegen den EHC Freiburg 1b. Drei Punkte im Duell mit dem Schlusslicht hat die Trenholm-Mannschaft fest eingeplant. Die Reserve des DEL2-Clubs steht bislang erst bei einem Saisonerfolg. In Mannheim glückte den Breisgauern zuletzt ein 4:3-Sieg. Dass sie aber dennoch ein unbequemer Gegner sein können, haben die Freiburger in dieser Spielzeit schon mehrfach unter Beweis gestellt. Gegen die Spitzenteams aus Eppelheim (3:4) und Ravensburg (1:2) verlor man mit nur einem Tor Differenz, Bietigheim (3:4) und Hügelsheim (2:3) zwang man sogar bis ins Penaltyschießen, wo man aber jeweils den Kürzeren zog.

Auch die Hornets haben mit Freiburg schon ihre Erfahrung gemacht. In Woche vier setzte sich der EHCZ beim Ligaletzten mit 8:5 durch. Danach begann der Zweibrücker Abwärtstrend. Aus den letzten fünf Partien holte man nur noch einen Sieg und wurde Stück für Stück nach unten durchgereicht. Teilweise unerklärliche Aussetzer leisteten sich die Hornets, verspielten mehrmals klare Führungen im Schlussdrittel.



Sehr zum Ärger von Trainer Terry Trenholm, der seinem Team „mangelnde Disziplin“ vorwarf. Momentan gehören die Zweibrücker zu den Strafzeiten-Königen der Liga. Ein weiterer Grund für die sportliche Misere: die recht dünne Personaldecke. Immer wieder waren verletzte Spieler zu beklagen, zuletzt mit Steven Teucke und Sebastian Trenholm sogar die beiden Stammtorhüter. Dazu kehrte Kontingentspieler Andy Willigar den Hornets nach nur drei Spielen überraschend wieder den Rücken.

Am Freitag nun gaben die Hornets bekannt, dass der Tscheche Vladimír Zvoník, der zuletzt für den ESC Geretsried in der Bayernliga verteidigt hat, verpflichtet wurde. Der Abwehrspieler ist ab sofort für den Regionalligisten spielberechtigt.

Durch den unerwarteten Abgang von Willigar sei den Verantwortlichen schnell klar geworden, dass man in der Defensive reagieren müsse. Im November entschied man sich Zvoník, zum Probetraining einzuladen, wo er sich für einen Vertrag empfehlen konnte. Bereits seit Mitte November lebt der 26-Jährige in Zweibrücken und trainiert mit der Mannschaft.

Zvoník spielte bis zu seinem 19. Lebensjahr bei seinem Heimatverein in Budweis. Danach folgten Stationen in Schweden und wieder in Tschechien. 2014 kam es zu seinem ersten Engagement in Deutschland. Über die Stationen Burgau, Trostberg, Germering und Geretsried entschied sich der Verteidiger, der auch in der Offensive eingesetzt werden kann, nun für den EHC Zweibrücken, teilt der Verein mit. In den bisherigen Trainingseinheiten habe der 1,87 Meter große und 93 Kilogramm schwere Defensivmann absolut überzeugen können und seine Präsenz auf dem Eis gezeigt.

„Mit Vladi konnten wir einen starken Verteidiger verpflichten, der vor allem durch seine Übersicht und sein sehr gutes Spielverständnis überzeugt. Er ist sehr schnell und wendig, zweikampfstark und hat einen sehr guten Schuss. Ein eher offensiv ausgerichteter Verteidiger, der von hinten raus den Aufbau gestalten kann, aber auch Akzente nach vorne setzen wird“, freut sich die sportliche Leiterin Christina Fischer über die vielseitigen Qualitäten des Neuzugangs. „Er wird für deutlich mehr Stabilität in der Verteidigung sorgen und ist eine echte Bereicherung für die Mannschaft. Ich bin sehr froh, dass wir ihn verpflichten konnten.“