| 21:36 Uhr

Handball-Oberliga
Mit bester Unterhaltung in Pause

Jeder Wurf ein Treffer: Ein echtes Offensivspektakel boten Benny Zellmer und der SV 64 den Fans zum Abschluss gegen Mundenheim.
Jeder Wurf ein Treffer: Ein echtes Offensivspektakel boten Benny Zellmer und der SV 64 den Fans zum Abschluss gegen Mundenheim. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. SV 64 Zweibrücken schlägt zum Saison-Abschluss Mundenheimer Hornissen 40:29. Von Roman Kuhn

Nach der Begegnung der Zweibrücker Löwen gegen die VTV Mundenheim gab es nur zufriedene Gesichter in der Ignaz-Roth-Halle. Die Schützlinge vom scheidenden Trainer Axel Koch fanden doch einige Anlässe, um mit ihren treuen Fans zu feiern. Durch einen nie gefährdeten 40:29-Heimsieg und dem gleichzeitigen Punktverlust der Sportfreunde Budenheim, schoben sich die 64er am letzten Spieltag doch noch an dem Team aus Rheinhessen vorbei und belegen in der Abschlusstabelle den dritten Platz. Die Heimbilanz blieb mit Ausnahme der unglücklichen Niederlage gegen den Meister VTZ Saarpfalz, mit 14 Siegen aus 15 Spielen fast makellos. Mit 889 erzielten Treffern waren die Zweibrücker Löwen die torhungrigste Mannschaft der ganzen Liga.

Hoch motiviert gingen die Jungs um ihren Kapitän Tom Grieser im letzten Saisonspiel zu Werke. Kompromisslos, aggressiv und beweglich arbeitete die Zweibrücker Deckung vor einem an diesem Tag überragend haltenden Benni Berz. Der SV-Keeper brachte die Schützen der VTV Mundenheim nicht nur schier zum Verzweifeln, sondern leitete mit präzisen Pässen immer wieder das gefährliche Tempospiel der Hausherren ein. In den ersten 30 Minuten hatten die Zuschauer fast den Eindruck, als wäre das Spiel für die Gäste aus der Chemiestadt eindeutig zu schnell. Über die Zwischenstände 6:2 (6.), 13:7 (14.) und 17:10 (21.) schienen die 64er ihren Gegner bis zum Halbzeitstand von 24:14 förmlich zu überrollen. Lediglich der zwölffache Torschütze Yannik Muth fand immer wieder die Lücke in der dichten Zweibrücker Abwehrreihe.

Im zweiten Durchgang ließen es die Jungs von Trainer Koch dann deutlich ruhiger angehen. Der Coach beorderte die zuvor stark aufspielenden Tom Grieser, Lukas Majbik, Tobias Alt und Tim Schaller auf die Bank und gab allen Spielern noch einmal ausreichend Möglichkeit, sich auszeichnen. So zeigte auch der eingewechselte Julien Santarini im Tor, dass er sein Handwerk versteht und der junge Sebastian Meister aus der A-Jugend füllte die Lücke am Kreis nahtlos aus. In einer ausgeglichenen zweiten Hälfte sorgten beide Mannschaften durch ein temporeiches Handballspiel mit offenem Visier für gute Unterhaltung am frühen Samstagabend. Erst als der Zweibrücker Übungsleiter 15 Minuten vor dem Schlusspfiff seine besten Sieben wiederum aufs Spielfeld schickte, schlug das Pendel noch einmal deutlich für die Heimmannschaft aus. Beim 35:21 in der 50. Spielminute bahnte sich ein Debakel für die VTV an. In der Schlussphase war es dann der zwischendurch abgetauchte Muth, der seine Farben mit weiteren fünf Treffern vor einer zu deutlichen Niederlage bewahren konnte. Mehr als zur Ergebniskorrektur von 40:29 reichte es aber auch nicht.



Nach dem Spiel verabschiedete Abteilungsleiter Jürgen Kroner die beiden Spieler David Oetzel und Tobias Alt, und natürlich Trainer Axel Koch, der auf eigenen Wunsch als Übungsleiter aufhört, dem Verein aber als Vorstandsmitglied erhalten bleibt.