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| 21:05 Uhr

Mehrere kleine Fehler mit großer Wirkung

Slalom-Kanute Ulf Jung gehört zu den besten deutschen Fahrern seiner Altersklasse. Foto: Verein/pma
Slalom-Kanute Ulf Jung gehört zu den besten deutschen Fahrern seiner Altersklasse. Foto: Verein/pma FOTO: Verein/pma
Markkleeberg/Augsburg. Enttäuscht war Ulf Jung nach den vergangenen beiden Wettkämpfen: Durch Unkonzentriertheiten und kleine Fahrfehler verpasste der Kanut der Wsf Zweibrücken die Qualifikation für EM und WM. red

Ulf Jung ist einer der besten deutschen Slalomkanuten in seiner Altersklasse. Als Nummer 18 gehört er zu den Top 40 der Jugendlichen und Junioren und hatte die Chance, sich in vier Läufen als einer der drei besten Slalompaddler Deutschlands für die Europa- und Weltmeisterschaften zu qualifizieren. Dieses Ziel verpasste der 15-Jährige Sportler der Wassersportfreunde (Wsf) Zweibrücken bei Wettkämpfen in Markkleeberg und in Augsburg allerdings.

"Ich hatte in allen vier Qualifikationsläufen das Potenzial, in das Finale zu paddeln, aber ich konnte einfach meine Leistung nicht punktgenau abrufen", resümierte der enttäuschte Ulf Jung. Kleinigkeiten entschieden am Wochenende in Markkleeberg bei Leipzig über Erfolg und Misserfolg - genau wie in der Woche zuvor in Augsburg. Ulfs Bruder Erik - selbst erfahrener Slalom-Kanute - der ihn am Wochenende betreute, differenzierte: "Ulf ist zum ersten Mal auf einem solch hohen Niveau gepaddelt. Somit muss man seine Ergebnisse in Verhältnis zu seinem Alter und noch fehlender Erfahrung setzen - und von daher können wir mit den Plätzen 14 und 15 sehr zufrieden sein."

In Augsburg hatte der 15-Jährige bis zum mittleren Teil der Strecke einen richtig guten ersten Lauf. "Dann unterlief ihm an einer unscheinbaren Stelle ein Fahrfehler", bedauerte sein Trainer Angel Perez. Somit wurde Jung 17. und verpasste damit den Einzug ins Halbfinale. Nach einer akribischen Videoanalyse war die Marschroute für den zweiten Wettkampftag klar: "Ich greife voll an und fahre auf Risiko", sagte Ulf Jung trotzig. Bundestrainer Thomas Küfner bestätigte: "Ulf ist ein extrem zielstrebiger und motivierter Sportler, dem es noch ein klein wenig an Erfahrung fehlt. Er muss noch lernen, mit etwas mehr Konstanz seine Leistung in den wichtigen Wettkämpfen abzurufen." Offensichtlich war es zu viel Risiko, das der 15-Jährige dann am zweiten Tag einging. An der Schlüsselstelle, der "Seufzer-" oder "Bogenbrücke", verpasste er den Sprung ins Kehrwasser, was ihn zirka zehn Sekunden kostete. Somit verpasste Jung erneut das Halbfinale. "Wir müssen nun auf den Lehrgängen intensiver Wettkampfsituationen simulieren und somit die Konstanz steigern", erklärte Trainer Angel Perez. In den kommenden drei Wochen geht es für die Slalom-Kanuten in die heiße Phase der Vorbereitung auf die süddeutschen Meisterschaften am Wochenende 7. und 8. Mai in Bad Kreuznach, bei denen es auch für Ulf Jung um die Startplätze für die anstehenden deutschen Meisterschaften geht.