| 22:20 Uhr

FC Homburg
„Wir können da oben mitmischen“

  Beim 3:1-Testspielsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern gelang Homburgs Stürmer Marcel Carl (l.) – hier gegen José-Junior Matuwila – kein Tor. In der Regionalligasaison will der Neuzugang seine Treffsicherheit wieder unter Beweis stellen. 
Beim 3:1-Testspielsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern gelang Homburgs Stürmer Marcel Carl (l.) – hier gegen José-Junior Matuwila – kein Tor. In der Regionalligasaison will der Neuzugang seine Treffsicherheit wieder unter Beweis stellen.  FOTO: Markus Hagen
Homburg. Fußball-Regionalliga: Marcel Carl, Neuzugang beim FC Homburg, will nach einer enttäuschenden letzten Saison wieder angreifen. Von Markus Hagen

„Das war für mich eine Saison zum Vergessen“, blickt Stürmer Marcel Carl, Neuzugang des Fußball-Regionalligisten FC Homburg, auf die vergangene Runde zurück. Im Trikot des Ligarivalen
1. FC Saarbrücken standen für ihn zwar 28 Einsätze zu Buche, aber oft wurde der Mittelstürmer nur eingewechselt. Und mit drei Toren in der Liga und zwei weiteren Treffern im Saarlandpokal war der Angreifer überhaupt nicht zufrieden.

Das hatte sich der 26-Jährige anders vorgestellt, als er im Juni 2018 vom FC Astoria Walldorf zum zum FCS gewechselt war. „Meine Konkurrenten im Sturm, Gilian Jurcher und Sebastian Jacob, waren da vorne eben auch ziemlich treffsicher. Für Dirk Lottner (Trainer d. 1. FC Saarbrücken Anm. d. Redaktion) gab es dann auch keinen großen Grund, etwas an der Aufstellung im Angriff zu ändern“, blickt Carl zurück. Er war unzufrieden mit seiner Situation bei den Blau-Schwarzen. Sein ursprünglich bis 2020 laufender Vertrag wurde vorzeitig aufgelöst – dann kam der Kontakt zum FCH zustande. Bei den Grün-Weißen will Carl nun wieder angreifen.

Ich habe hier klare Ziele. Ich will in die Startelf. Ich will mir einen Stammplatz erkämpfen.“ So wie beim FC Astoria Walldorf, wo er in vier Spielzeiten 38 Tore erzielte. Dazu kamen zehn Vorlagen für Carl, der in der Jugend des Karlsruher SC mit dem Fußballspielen begann, ehe er von der zweiten Mannschaft des KSC 2014 nach Walldorf wechselte.



Carl hat beim FC Homburg einen Zwei-Jahresvertrag unterschrieben. „Bis jetzt können wir mit dem Stand der Vorbereitung zufrieden sein“, sagt er optimistisch. Beim 3:1-Testspielsieg am Dienstag gegen den Drittligisten 1. FC Kaiserslautern stand Carl in der Startelf. Ein Treffer blieb ihm verwehrt, das konnte dem Neuzugang nach dem überzeugenden Sieg gegen den viermaligen deutschen Meister aber nicht die Laune verhageln. „Ich bin Stürmer, ich will immer Tore schießen. Aber am Ende geht es nicht um Einzelpersonen oder darum, wer das Tor erzielt hat, sondern um die Mannschaft. Ich denke wir haben gegen den FCK sehr gut gespielt und verdient gewonnen.“ Carl zeigt sich zuversichtlich, dass sein neuer Verein auch in der kommenden Saison eine gute Rolle in der Regionalliga spielen wird. „In der letzten Saison war der FCH als Aufsteiger schon Dritter.“ Eine ähnliche – oder sogar bessere Platzierung sei möglich. „Die Liga ist an der Spitze ausgeglichener besetzt als letzte Saison. Einen so souveränen Alleingang wie von Waldhof Mannheim wird es nicht geben.“ Die Mannheimer waren in der abgelaufenen Runde mit 21 Punkten Vorsprung auf den 1. FC Saarbrücken souverän Meister geworden.

Für Carl zählen sein Ex-Verein Saarbrücken, die SV Elversberg, die Offenbacher Kickers, der SSV Ulm und der TuS Steinbach zu den Favoriten. Und der FCH? ,Wir können da oben mitmischen“, gibt sich Carl zuversichtlich.

Der FC Homburg wird am Samstag und Sonntag bei zwei Testspielen im Einsatz sein. Am Samstag steht für den FCH an der Sportschule in Bitburg ab 14 Uhr die Partie gegen den West-Regionaligisten Rot-Weiß Essen auf dem Programm. Dann gibt es auch ein Wiedersehen mit dem ehemaligen FCH-Trainer Christian Titz, der jetzt die Essener trainiert, sowie mit Innenverteidiger Alexander Hahn, der in der vergangenen Runde noch für die Grün-Weißen auflief. Am Sonntagabend wird der FCH um 18 Uhr bei der Spielvereinigung Einöd-Ingweiler anläßlich des 100-jährigen Bestehens des Gastgebervereins antreten.