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Mammutaufgabe für die Löwen

Auch auf die Tore von Nachwuchsspieler Patrick Bach wird es gegen Konstanz ankommen. Foto: Wille
Auch auf die Tore von Nachwuchsspieler Patrick Bach wird es gegen Konstanz ankommen. Foto: Wille FOTO: Wille
Zweibrücken. Einen richtig dicken Brocken haben die Handballer des SV 64 Zweibrücken am Samstag, 18 Uhr, in der Ignaz-Roth-Halle vor der Brust. Gegen Titelanwärter HSG Konstanz sind die Löwen nur Außenseiter – dabei wird im Abstiegskampf jeder Punkt benötigt. Christian Gauf

Der Abstiegskampf der Zweibrücker Löwen geht auch fünf Spiele vor Saisonende mit großer Intensität weiter. Mit 17:33-Punkten belegen die 64er derzeit den vorletzten Rang der Südstaffel der 3. Liga, sind allerdings auch nur zwei Zähler vom rettenden 13. Tabellenplatz entfernt.

An diesem Wochenende könnte die Aufgabe für die junge Drittligatruppe indes kaum schwerer sein. Am Samstagabend um 18 Uhr kommt der voraussichtliche Meister HSG Konstanz in die "Ausweichstätte" Ignaz-Roth-Halle. Während sich die SV-Spieler auf "die besondere Heimspielatmosphäre" freuen, bedeutet dies für die Fans, rechtzeitig zum Heimspiel gegen die Topmannschaft der Liga anzureisen. Sicher wird es dort wieder recht eng zugehen. Andererseits wird den SV-Fans in diesem wichtigen Spiel gegen den mutmaßlichen neuen Zweitligisten auch eine nicht unerhebliche Bedeutung zukommen. Nur mit deren Unterstützung könnte der so wichtige Heimsieg gegen den Spitzenreiter gelingen.

"Einen Plan, wie das klappen könnte, haben wir schon, allerdings konnten wir uns in den letzten Trainingseinheiten kaum darauf vorbereiten", stellte SV-Trainer Stefan Bullacher mit Blick auf die weiterhin sehr bescheidene Trainingssituation seiner Mannschaft heraus. Zu den bislang verletzten Spielern gesellt sich noch Kreisläufer Jonas Denk, der aufgrund einer Grippe weiterhin nicht trainieren darf. "Hinzu kommt aber auch die berufliche Verhinderung anderer Leistungsträger, die unsere Trainingssituation ganz wesentlich beeinflusst", stellte Bullacher unter der Woche frustriert fest. "Benni Zellmer konnte aufgrund seines Schichtdienstes bei der Polizei im März nur dreimal trainieren." Bullacher war in der Woche vor Ostern sogar gezwungen, das Training komplett abzusagen, weil eine krankheits- oder verletzungsbedingte Abmeldung auf die andere folgte.

Und genau in dieser Situation kommt mit der HSG Konstanz der souveräne Tabellenführer nach Zweibrücken . "Eine Truppe, die zwar nicht die besten Einzelspieler hat, dafür aber einen hervorragenden Trainer, der aus der Mannschaft das Optimale rausholt", ist Bullacher überzeugt, dass Konstanz ein verdienter Meister sein wird. Im Hinspiel lagen die Zweibrücker Löwen bereits nach zehn Minuten mit 3:8 im Hintertreffen, schafften es dann allerdings, die folgenden 50 Spielminuten ein ausgeglichenes Spiel aufzuziehen und am Ende mit eben diesen fünf Toren Unterschied, nämlich 24:29, zu verlieren. Nach all den negativen Personalentwicklungen in den letzten Wochen gibt es aber auch auf Zweibrücker Seite eine positive Meldung. Möglicherweise kann Philipp Hammann nach viermonatiger Pause am Wochenende erstmals wieder mitwirken.

Den HC St. Johann empfängt die zweite Männermannschaft zur Saarlandliga-Begegnung am Samstagabend um 20 Uhr im Anschluss an das Drittligaspiel. Im letzten Auswärtsspiel dieser Bundesligasaison müssen die A-Jugendlichen des SV 64 Zweibrücken am Sonntag bei der HG Oftersheim-Schwetzingen antreten - und müssen dort am Sonntag gewinnen, um die Chance auf die Vizemeisterschaften zu wahren. Weil die B-Jugend fast gleichzeitig ihr letztes Auswärtsspiel in Osthofen austragen muss, dabei in einer vergleichbaren Situation ist, nämlich das Spiel gewinnen zu müssen, wird Tony Hennersdorf mit der B-Jugend nach Osthofen fahren, Stefan Bullacher vertritt ihn indessen bei der A-Jugend.

Am Sonntagmittag haben die Zweibrücker Handballfrauen in der Oberliga die HSG Wittlich zu Gast. Dabei gilt es, dass verlorene Pokalfinale abzuhaken, und an die gute Leistung aus dem letzten Auswärtsspiel in Bretzenheim anzuknüpfen. "Außerdem haben wir auch gegen Wittlich durchaus noch etwas gutzumachen", erwartet SV-Trainer Rüdiger Lydorf eine engagierte Leistung. Anpfiff ist am Samstag in der Ignaz-Roth-Halle um 16 Uhr.

64 Jugendliche hatten unter der Woche bei der 14. Auflage des „Camp 64 – Handball für Verrückte“ ihren Spaß. Foto: maw
64 Jugendliche hatten unter der Woche bei der 14. Auflage des „Camp 64 – Handball für Verrückte“ ihren Spaß. Foto: maw FOTO: maw