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Hallenfußball
„Männer in schwarz“ tauschen Pfeife gegen Ball

 Der Einsatz stimmt: Hier kämpfen die Schiedsrichter aus Schweinfurt (grün) und Theel im zweiten Turnier um einen Platz im Endspiel. Schweinfurt gewann das Halbfinale knapp mit 3:2, zog aber im Finale den Kürzeren.
Der Einsatz stimmt: Hier kämpfen die Schiedsrichter aus Schweinfurt (grün) und Theel im zweiten Turnier um einen Platz im Endspiel. Schweinfurt gewann das Halbfinale knapp mit 3:2, zog aber im Finale den Kürzeren. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Die Unparteiischen aus Kaiserslautern-Donnersberg, Nürtingen und Wiesbaden gewinnen Schiedsrichter-Turniere in Westpfalzhalle.

Bei den Hallenturnieren der Schiedsrichtervereinigung Pirmasens/Zweibrücken hat es Tradition, dass die Unparteiischen zum Abschluss selbst dem Ball nachjagen. Und so tauschten die „Männer und Frauen in schwarz“ am Sonntag wieder ihre Pfeifen gegen Trikots und sorgten für einen gelungenen Ausklang in der Westpfalzhalle. Wieder einmal war die Teilnehmerzahl beachtlich. Insgesamt 26 Schiedsrichter-Mannschaften aus Süd- und West-Deutschland kickten in den drei Turnieren um die Titel. Mit Unaf Moselle war sogar eine Schiedsrichter-Vereinigung aus dem angrenzenden Frankreich angereist.

Die Franzosen waren im letzten der drei Turniere am Start und landeten auf dem zweiten Platz. Dass es nicht zum Sieg reichte, lag an den Schiris aus Wiesbaden. Gegen die Schiedsrichtergruppe Höcherberg taten sich die Hessen zunächst noch schwer, setzten sich aber knapp mit 3:2 durch. Danach lief die Wiesbadener Torfabrik auf Hochtouren. Gegen Neunkirchen (6:0), Homburg (3:0) und Saarbrücken-Warndt (4:0) blieb man sogar ohne Gegentor. Nach einem weiteren 3:2 gegen Moselle stand Wiesbaden – gespielt wurde im Modus „Jeder gegen jeden“ – vorzeitig als Turniersieger fest. Dadurch konnten sich die Hessen zum Abschluss auch ein 1:1 gegen Dortmund leisten. Hinter Unaf Moselle sicherten sich die Höcherberger Schiedsrichter Rang drei.

Den ersten Turniersieg schnappte sich am Sonntagmorgen die Schiedsrichter-Vereinigung Kaiserslautern-Donnersberg. In der Vorrunde waren sie dem späteren Endspielgegner Offenbach noch mit 0:3 unterlegen und zogen nur als Zweiter mit neun Punkten in das Halbfinale ein. In der anderen Gruppe sicherten sich die Schiris von Kusel-Kaiserslautern (zehn Punkte) und Schweinfurt (acht Punkte) die Halbfinal-Tickets.



Dort hatte im „Lauterer Duell“ die Donnersberg-Truppe mit 2:0 die Nase vorn, im zweiten Semifinale fertigte Offenbach Schweinfurt mit 5:0 ab, die sich mit einem 5:1-Erfolg über die Kuseler Kollegen den dritten Platz schnappten. In einem packenden Endspiel musste das Neunmeterschießen die Entscheidung bringen. Mit 6:5 hatten die Lauterer gegen die SrGR aus Offenbach die Nase vorn und revanchierten sich damit erfolgreich für die Pleite in der Vorrunde.

Für das zweite Turnier hatten ebenfalls zehn Teams gemeldet. In Gruppe eins ging es dabei ziemlich eng zu. Hinter den Unparteiischen der SrGR Theel (acht Punkte, 10:4-Tore) schaffte Nürtingen (12:4-Tore) nur dank des besseren Torverhältnisses den Sprung ins Halbfinale. Genau wie Koblenz (10:8-Tore) hatte Nürtingen nach der Gruppenphase sieben Zähler auf dem Konto gehabt. In der Parallelgruppe ließ die SrGR Obere Saar nichts anbrennen und zog souverän mit zwölf Punkten und 18:4-Toren in die Vorschlussrunde ein. Die Schiedsrichter aus Schweinfurt folgten mit neun Zählern.

In den Halbfinals drehten die beiden Gruppenzweiten dann den Spieß um. Durch einen Treffer in letzter Minute besiegte Schweinfurt die Schirikollegen aus Theel mit 3:2. Im zweiten Semifinale behauptete sich Nürtingen gegen die SrGR Obere Saar knapp mit 2:1, die dafür das kleine Finale souverän mit 3:0 gegen Theel für sich entschieden. Auch das Endspiel war eine klare Angelegenheit: Das Team aus Nürtingen schlug die Schweinfurter Schiedsrichter mit 4:1 und durfte als Lohn den Pokal mit nach Baden-Württemberg nehmen.