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Großer Frühjahrsrenntag
Lokalmatadore kämpfen um den Sieg

Einen Bilderbuchrenntag mit zahlreichen Zuschauern erhofft sich der Veranstalter am Sonntag auf der Zweibrücker Rennwiese.
Einen Bilderbuchrenntag mit zahlreichen Zuschauern erhofft sich der Veranstalter am Sonntag auf der Zweibrücker Rennwiese. FOTO: Norbert Schwarz, Bildjournalist, Lindenstraae 10, 66484 Battwei / nos
Zweibrücken. Familie Schleppi und Christian Peterschmitt mit guten Chancen auf Heimerfolge beim Frühjahrs-Renntag in Zweibrücken. Von Norbert Rech

Petrus scheint ein Freund des Pferdesports zu sein. Zumindest für den Zweibrücker Renntag an diesem Sonntag hat er bestes Frühlingswetter vorausgesagt. Auch der Pfälzische Rennverein ist gut vorbereitet. Die Nennungen zu den sieben Galopprennen versprechen Spannung pur.

So wird für den Preis der VR-Südwest, dessen Startschuss um 15.20 Uhr erfolgen soll, ein Duell der Pferde der erfolgreichen Besitzertrainer Christian Freiherr von der Recke und des Bottenbachers Christian Peterschmitt erwartet. Der zehnjährige Theo Danon, geritten von Larissa Bieß, tritt für Peterschmitt erstmals an. Der Wallach wurde im Gestüt Etzen gezüchtet und ist im Grunde ein Spezialist für mittlere Distanzen. Interessant wird deshalb sein, wie er sich auf einer Strecke von 2900 Metern gegen den sechsjährigen Shadow Sadness durchsetzen kann.

Höhepunkt des Renntages, der um 13.45 Uhr mit dem Juniorcup beginnt, ist der für 16.25 Uhr angesetzte Preis der Landesbausparkasse Rheinland-Pfalz. Dieser ist mit 5200 Euro Preisgeld auch am höchsten dotiert. Gleich drei der genannten Pferde werden von dem Niederbexbacher Sven Schleppi trainiert, wobei der vierjährige Wallach Dream Team, der dem Stall New Contenance gehört, die besten Chancen auf den Sieg hat. Ebenfalls unter den ersten Drei könnte San Diego landen, der Schleppi auch selbst gehört.



Sein Vater Christof schickt zum Finale im Preis der Stiftung Lotto Rheinland-Pfalz seinen siebenjährigen Wallach Preaux ins Rennen. Das in Frankreich gezüchtete Pferd hat gute Aussichten, am Ende sogar die Nase vorn zu haben.

Selbstverständlich erhoffen sich die Verantwortlichen am Sonntag auch regen Umsatz an den Wettschaltern. Gerhard Rinner kann allerdings nicht nachvollziehen, dass den Vereinen in Rheinland-Pfalz davon neun Prozent weniger verbleibt, als denen in Baden-Württemberg und im Saarland. Vor zwei Jahren sei versucht worden, eine bundeseinheitliche Regelung auf den Weg zu bringen. Unverständlich für Rinner, der als Totoleiter auf verschiedenen Bahnen des Verbandes aktiv ist, sei die Haltung des Landes auch deshalb, da der Staat lediglich rund 0,2 Prozent von dem Geld einnehme. Er sieht die rheinland-pfälzischen Vereine um 2000 bis 3000 Euro schlechter gestellt. Die Einnahmen seien für diese aber äußerst wichtig – auch bezüglich der Erhaltung der Rennbahnen. In einem Schreiben argumentiert die Landesregierung, dass durch die rheinland-pfälzische Regelung den Wettern mehr Gewinne zugute kommen würden und man unter anderem deshalb von einer Änderung Abstand nehme.