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Lohn für konstant gute Leistungen

 Wsf-Schwimmer Felix Bartels will sein Können bei der Freiwasser-Junioren-WM unter Beweis stellen. Foto: Bartels/pm
Wsf-Schwimmer Felix Bartels will sein Können bei der Freiwasser-Junioren-WM unter Beweis stellen. Foto: Bartels/pm FOTO: Bartels/pm
Zweibrücken. Zwar lief es bei der Jugend-EM der Freiwasserschwimmer im Juli nicht ganz rund für Felix Bartels, dennoch wurde der Zweibrücker für die Junioren-WM am Wochenende in Ungarn nominiert. Als Belohnung für die guten Leistungen der vergangenen Jahre im Nachwuchsbereich sowie als Motivation, den Anschluss zur Elite zu suchen. Svenja Kissel

Kilometer um Kilometer spult Felix Bartels wöchentlich im Wasser ab. Seit Jahren gehört der 18-Jährige zu den besten deutschen Nachwuchs-Freiwasserschwimmern. Dass es im Juli bei der Junioren-EM nicht ganz rund lief, er als 16ter ins Ziel kam, kann nicht über sein Talent und die konstant guten Leistungen der vergangenen Jahre hinwegtäuschen. Das hat auch der Deutsche Schwimm-Veband (DSV) erkannt und ihn für die Junioren-Weltmeisterschaften am Wochenende im ungarischen Balatonfüred ins Nationalteam berufen.

"Felix ist sicher nicht aufgrund seiner Leistung bei der JEM nominiert worden", erklärt Landestrainer Hannes Vitense . "Aber er hat in den vergangenen Jahren immer wieder überzeugt." Sechs Mal war der Athlet der Wsf Zweibrücken in dieser Zeit Deutscher Jugendmeister, vor zwei Jahren kehrte er als Doppel-Junioren-Weltmeister über fünf Kilometer und mit der Staffel aus Kanada zurück. "Im Hinblick auf das, was noch vor ihm liegt, darauf, dass Felix noch zwei, drei Jahre hat, sich an die Elite heranzuschwimmen, ist es eine Anerkennung und eine Motivation, weiterzumachen." Zudem habe der 18-Jährige zuletzt mit den Plätzen drei und vier bei Europacup-Rennen aufhorchen lassen.

Im abschließenden Jahr bei den Junioren gehe es für Bartels in Ungarn vor allem darum, sich selbst zu motivieren, weiter so hart zu trainieren und zu sehen, wo man steht. "Erfolge sollte man nicht immer nur an Medaillen messen, dennoch sollte Felix bei der WM vorne mitmischen - er kann das auch." Allerdings gebe es beim Open Water immer Unwegsamkeiten, die man nicht vorausplanen kann. "Aber das macht den Sport auch so spannend", betont Vitense .

Dass die WM um eine Woche verschoben wurde - eigentlich hätte diese in Eilat/Israel stattfinden sollen, ist aufgrund der Nahostkrise vom internationalen Schwimm-Verband Fina aber abgesagt worden - habe den Trainingsrhythmus nicht durcheinandergebracht. "Ein Open-Water-Athlet muss dazu in der Lage sein, das Training so zu steuern, dass eine Woche da nichts ausmacht. Zumal wir frühzeitig von der Verschiebung wussten", erklärt der Landestrainer.

Große Nervosität verspüre Bartels vor den internationalen Auftritten nicht. "Er ist ein Wettkampftyp", betont Vitense . Bei der JEM habe es ihn einmal übermannt, weshalb er nicht so abschnitt, wie er hätte können. "Um so mehr will er am Wochenende zeigen, was er kann und wie gut er vorbereitet ist."

Die letzten Trainingskilometer vor der Abreise gestern Mittag hat der 18-Jährige in den vergangenen Tagen im heimischen Badeparadies sowie im Freibad in Contwig abgespult. Bis zu zehn bis zwölf Mal absolviert er seine Wassereinheiten ansonsten mit seinem Trainer am Olympiastützpunkt in Saarbrücken. Dazu kommen die an Land. "Felix kommt auf 30 bis 35 Stunden in der Woche", erklärt der 32-Jährige. Da könne eine Portion Motivation mit dem WM-Start am Freitag über die 7,5 Kilometer nicht schaden.

Neben Bartels geht vom Saarländischen Schwimmbund in Ungarn Dennis Kobler an den Start, der bei der Jugend-EM mit Gold in der Staffel und Platz acht im Einzel überzeugte.