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Handball-Oberliga
Löwen reisen motiviert zum Schlusslicht

Eine vermeintlich leichte Aufgabe erwartet Tim Schaller (links) und den SV 64 bei Schlusslicht Gösenroth.
Eine vermeintlich leichte Aufgabe erwartet Tim Schaller (links) und den SV 64 bei Schlusslicht Gösenroth. FOTO: Marco Wille; www.marcowille.de / Marco Wille
Zweibrücken. Die Oberliga-Herren des SV 64 Zweibrücken treten am Samstagabend beim Tabellenletzten SG Gösenroth-Laufersweiler an. Für die B-Jugendteams der Löwen geht es in einer Qualirunde um den Aufstieg in die Oberliga. Von Roman Kuhn

Die Handball-Oberliga RPS biegt ganz langsam auf die Zielgerade ein. Die Meisterschaft und somit der Aufstieg in die 3.Liga ist zwei Spieltage vor Schluss bereits entschieden. Für viele Vereine geht es noch um prestigeträchtige Tabellenplätze. Dabei wird allerorts kräftig in der Motivationskiste gekramt und Ziele wie „bester Verein aus dem Landesverband“, „beste Platzierung seit…“, oder etwa „besser platziert sein als Lokalrivale XY“ als letzter Antrieb für das Saisonfinale formuliert. So ist es auch im Fall der Zweibrücker Löwen. Die junge Truppe von Trainer Axel Koch möchte unbedingt den dritten Platz verteidigen, den sie sich durch zuletzt fünf Siege in sechs Spielen redlich erkämpft hat. Das wäre auch so ganz nebenbei die drittbeste Platzierung einer SV-Mannschaft seit Gründung der RPS-Liga im Jahre 2002. Voraussetzung wäre ein Sieg am Samstagabend bei Oberliga-Schlusslicht SG Gösenroth-Laufersweiler.

Ganz anders sieht die Gemütslage auf Seiten der Gastgeber aus. Gösenroth befindet sich mit zehn Pluspunkten in akuter Abstiegsnot. Als Träger der roten Laterne hat das Team aus dem Hunsrück allerdings nur einen Punkt Rückstand auf den TV Bitburg und zwei Zähler trennt es von der Bundesligareserve der Eulen Ludwigshafen, die aktuell als 14. die Klasse halten würde. Deshalb wird der heimstarke Aufsteiger alles daran setzen, um die beiden Punkte in der Heimat zu behalten. Bislang sammelte die SG alle zehn Zähler in der heimischen Schulsporthalle in Sohren ein, in der für viele Gegner das ungeliebte Haftmittelverbot besteht. Kurioserweise musste das Ligaschlusslicht durch Terminverschiebungen in den letzten sieben Ligaspielen gleich sechsmal auswärts antreten und genoss lediglich einmal Heimrecht. Die daraus resultierenden 2:12-Punkte sollten nochmals eine Warnung für die Heimstärke der Hunsrücker sein, denen das einzige Erfolgserlebnis wiederum zuhause gelang.

Trainer Axel Koch weiß ohnehin um die Schwere dieser Auswärtsaufgabe: „Gösenroth verfügt über eine geschlossene Mannschaft, aus der Rückraumspieler Anton Domaschenko am ehesten heraussticht. Die Torschützen sind aber regelmäßig auf alle Spieler verteilt, was die Mannschaft schwer ausrechenbar macht.“ Personell kann der Trainer bis auf die Langzeitverletzten aus dem Vollen schöpfen. „Wir wollen im letzten Auswärtsspiel noch einmal zeigen, dass wir uns im Verlaufe der Runde weiterentwickelt und die Auswärtsschwäche überwunden haben“, blickt Koch deshalb optimistisch auf das Wochenende. Anpfiff ist am Samstag, um 19.30 Uhr in der Schulsporthalle in Sohren.



Ernst wird es am Wochenende auch für die männliche und weibliche B-Jugend des SV 64 Zweibrücken. In jeweils vier Spielen in acht Tagen müssen sich die Junglöwen gegen ihre Konkurrenten um den Aufstieg in die Oberliga-RPS durchsetzen. Im Modus „Jeder gegen Jeden“ spielen sowohl bei den Jungs, als auch bei den Mädchen fünf Mannschaften um zwei direkte Aufstiegsplätze. Durch ein Losverfahren wurden jedem Verein zwei Heimspiele und zwei Auswärtsbegegnungen zugeteilt. Die Jungs von Trainer Max Sema haben es in der Qualifikation mit der HG Saarlouis, der HSG Nordsaar, der SG Merchweiler-Quierschied und der TuS Elm-Sprengen zu tun. Nach dem Auswärtsspiel am Samstag bei der HSG Nordsaar empfangen die 64er den Zweitliganachwuchs der HG Saarlouis am Sonntag um 15.30 Uhr in der Ignaz-Roth-Halle.

Die Mädels von Dunja Bullacher konkurrieren beim Kampf um den Aufstieg mit der HSG Marpingen-Alsweiler, HSV Merzig-Hilbringen, HSG Fraulautern-Überherrn und der VTZ Saarpfalz. Sie starten am Samstag, ebenfalls in der Ignaz-Roth-Halle, um 15 Uhr gegen das Team von Merzig-Hilbringen. Die Junglöwen würden sich an beiden Tagen über lautstarke Unterstützung auf der Tribüne freuen, hofft der Verein auf eine gut gefüllte Halle.