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Handball-Oberliga
Löwen müssen in die berüchtigte „Hölle Süd“

Hinter dem Einsatz von Till Wöschler (rechts) in Offenbach steht noch ein Fragenzeichen. Verletzungsbedingt konnte der SV-Angreifer unter der Woche nicht trainieren.
Hinter dem Einsatz von Till Wöschler (rechts) in Offenbach steht noch ein Fragenzeichen. Verletzungsbedingt konnte der SV-Angreifer unter der Woche nicht trainieren. FOTO: Marco Wille / Marco Wille; www.marcowille.de
Zweibrücken. Oberliga-Handballer der SV 64 treten beim TV Offenbach an, die SV-Frauen empfangen bereits am Samstagabend Bassenheim. Von Roman Kuhn

Nach dem Pokalintermezzo am Ostermontag setzen die Oberligahandballer des SV 64 Zweibrücken ihren Saisonendspurt mit ihrem Auswärtsspiel beim TV Offenbach fort. In der sogenannten „Hölle Süd“ treffen die Löwen sechs Spieltage vor dem Rundenende auf den heimstarken Aufsteiger aus der Südpfalz. Offenbaches Trainer Christoph Morio hat aus dem ehemaligen Regionalligisten, nach dessen freiwilligen Abstieg vor drei Jahren, wieder eine schlagkräftige Truppe geformt. Vor allem zu Hause in der Queichtalhalle überzeugten seine Jungs durch starke Leistungen, auch wenn die Gegner öfters die Punkte im Heimgepäck mitnehmen konnten. Mehrere unglückliche Niederlage und Unentschieden täuschen in der Statistik ein wenig über die tatsächliche Heimstärke des TV Offenbach hinweg. Der SV 64 sollte also gewarnt sein und nicht den Fehler machen die Hausherren an ihrem dreizehnten Tabellenplatz zu bemessen.

Schon gar nicht, wenn sich die Jungs von Trainer Axel Koch vor Augen führen, dass sie in der laufenden Saison bereits vier Punkte gegen Mannschaften (Friesenheim, Bitburg) verloren haben, die deutlich hinter dem TVO stehen. Das sieht auch der Zweibrücker Übungsleiter so: „Offenbach hat zuletzt bei seinen Siegen gegen Mundenheim und gegen Gösenroth mit jeweils 32 geworfenen Toren absolut überzeugt. Sie sind sehr angriffsstark und können ein hohes Tempo gehen. Philipp Mohra im Rückraum und Fabian Grapp am Kreis sind die auffälligsten Akteure, deren Kreise wir einengen müssen. Außerdem verfügen sie mit Ilan Eigenmann und Florian Pfaffmann über gleich zwei hervorragende Torhüter. Alles in allem kein leichter Gegner für uns.“

Personell stehen hinter den Einsätzen von Till Wöschler, Julien Satarini und David Ötzel noch größere Fragezeichen. Das Trio konnte verletzungsbedingt unter der Woche nicht mit dem Team trainieren. Über ihren Einsatz wird erst am Spieltag entschieden. Definitiv nicht mitwirken kann Tobias Alt, der beruflich in Frankreich weilt. In ähnlicher Besetzung konnten die 64er aber bei ihrem Auftritt in Vallendar zu überzeugen. Anpfiff ist um 18 Uhr in der Queichtalhalle in Offenbach.



Nur noch zweimal können sich die Frauen des SV 64 Zweibrücken vor ihrem heimischen Publikum präsentieren. Am Samstag um 20 Uhr empfangen die Löwinnen zu einem, für die erste Damenmannschaft ungewohnten Heimspieltermin, den TV Bassenheim in der Ignaz-Roth-Halle. Traditionell spielen die Mädels von Trainer Rüdiger Lydorf sonntags um 16 Uhr nach den Begegnungen der A-Jugendbundesliga. Da deren Saison aber bereits beendet ist, bilden die zweite Männermannschaft, die um 18 Uhr den TV Niederwürzbach zum Derby in der Saarlandliga empfangen und die Frauen das handballerische Rahmenprogramm am Samstagabend.

Trainer Lydorf hatte unter der Woche personell einige Sorgen, denn fast seine komplette Rückraumreihe musste krankheitsbedingt das Bett hüten. Deshalb wird auf jeden Fall das Zweibrücker Nachwuchstalent aus der A-Jugend, Annalena Frank, am Wochenende den Kader verstärken. Bei den anderen Spielerinnen hängt ein Einsatz stark vom Genesungsprozess ab.

Trotzdem möchte der Coach der Löwinnen den Rückstand von fünf Punkten auf den Viertplatzierten aus Bassenheim gerne verkürzen. Aber dafür wird wohl eine Topleistung nötig sein, denn Lydorf schätzt die Qualitäten des Gegners aus dem Rheinland hoch ein: „Bassenheim verfügt über eine starke Deckung mit einer sehr guten Torfrau hinten dran. Sie sind für ihr gutes Umschaltspiel bekannt und in der Abwehr gilt es vor allem das Zusammenspiel von Rückraum mit dem Kreis zu unterbinden.“ Das Team möchte an die starken Leistungen der beiden letzten Siege gegen die TG Osthofen und die TSG Friesenheim anknüpfen.