| 20:14 Uhr

Eishockey-Regionalliga Südwest
Lieblingsgegner kommt zum Spitzenspiel

 Viel Arbeit wartet am Sonntag auf die Hornets-Verteidigung um Marcel Ehrhardt (schwarz), hier im letzten Heimspiel gegen Ravensburg, im Duell mit dem SC Bietigheim-Bissingen. Der Tabellenführer stellt den derzeit torgefährlichsten Sturm der Regionalliga Südwest.
Viel Arbeit wartet am Sonntag auf die Hornets-Verteidigung um Marcel Ehrhardt (schwarz), hier im letzten Heimspiel gegen Ravensburg, im Duell mit dem SC Bietigheim-Bissingen. Der Tabellenführer stellt den derzeit torgefährlichsten Sturm der Regionalliga Südwest. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Der Kampf um die Playoff-Plätze in der Eishockey-Regionalliga Südwest spitzt sich zu. Im Topspiel des Wochenendes empfängt der EHC Zweibrücken als Zweiter am Sonntagabend Primus SC Bietigheim-Bissingen. Eine Mannschaft, die den Hornets durchaus liegt. Von Martin Wittenmeier

Die Hauptrunde nähert sich ihrem Ende und in der Tabelle geht es drunter und drüber. Sechs Mannschaften kämpfen in der Eishockey-Regionalliga Südwest noch um die vier Playoff-Plätze. Der EHC Zweibrücken (39 Punkte) hat als Tabellenzweiter momentan gute Karten, allerdings wartet am Sonntag ein ganz dicker Brocken. Tabellenführer SC Bietigheim-Bissingen (43 Punkte) ist in der Peter-Cunningham-Memorial-Arena zu Gast. Mehr Spitzenspiel geht nicht, Spannung ist garantiert.

„Auf die Partie freuen sich bei uns alle. Wir hoffen, dass die Halle am Sonntag genauso voll wird, wie kurz vor Weihnachten gegen Hügelsheim“, sagt Christina Fischer, die sportliche Leiterin des EHCZ. Spiele gegen den amtierenden Bietigheim sind in dieser Saison echte Kracher. Vor allem das erste Aufeinandertreffen im Oktober war nichts für schwache Nerven. 6:2 führten die Hornets eine Viertelstunde vor Schluss, keine zehn Minuten später hatte Bietigheim das Spiel gedreht und lag mit 8:7 vorne. Marco Trenholm rettete die Hornets damals wenigstens noch in Penaltyschießen, dass aber die Steelers für sich entschieden. Spiegelverkehrt verlief dagegen das zweite Duell beider Teams. In einem furiosen Schlussdrittel holten die Zweibrücker in Bietigheim einen Zwei-Tore-Rückstand (2:4) auf und gewannen noch mit 7:4.

„Es ist schwer zu erklären. Obwohl Bietigheim in dieser Saison bislang am souveränsten aufgetreten ist, liegen die uns einfach“, betont Fischer. „Das ist die Mannschaft mit dem stärksten Sturm der Liga, die haben drei herausragende Angriffsreihen, Defensive und Torwart fallen da im Vergleich etwas ab. Das kommt unserem sehr guten Powerplay entgegen. Eppelheim hat bei weitem nicht diese Qualität und gegen die tun wir uns viel schwerer.“



Die Bietigheimer sind aktuell die Ballermänner der Liga. 130 Treffer hat der Tabellenführer in der laufenden Runde erzielt, 25 mehr als die Hornets, die damit auf dem zweiten Platz rangieren. Gleich zwei Bietigheimer führen momentan die Torjägerliste an. Mathias Vostarek netzte bereits 26-mal, Sturmkollege Tim Heffner hat 20 Buden auf dem Konto. Dahinter folgen mit Dan Radke (18) und Maximilian Dörr (13) auch zwei Hornets-Spieler. Nicht immer sattelfest agiert dagegen die Steelers-Verteidigung. 90 Gegentore sind der Negativwert unter den sechs Playoff-Kandidaten.

Bei den Hornets geht man nach den beiden Erfolgen gegen Freiburg (8:2) und Ravensburg (5:2) mit breiter Brust in das Saisonfinale, zumal die Konkurrenz patzte. „Das war ein großer Schritt Richtung Play-offs“, sagt Hornets-Trainer Terry Trenholm, warnt aber zugleich: „Noch sind wir nicht durch. Heilbronn hat sich noch einmal verstärkt und mischt jetzt wieder mit. Wir müssen weiter Gas geben.“ So sieht es auch Fischer. „Der Druck ist immer noch da. Wir brauchen noch mindestens zwei Siege, um ganz sicher unter den ersten Vier zu sein.“

Die Teilnahme an den K.o-Spielen ist für Trenholm nur das Minimalziel. Der EHC-Coach hofft, dass sein Team die Hauptrunde auf einem der ersten beiden Plätze beenden kann. „Dann hätten wir im Halbfinale in einem entscheidenden dritten Spiel Heimrecht. Mit unseren Fans im Rücken wäre das ein riesiger Vorteil.“ Für das Spitzenspiel am Sonntag kann Trenholm voraussichtlich auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, im Abschlusstraining am Donnerstagabend waren alle Mann mit an Bord.