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Auch Leichtathleten spüren Auswirkungen
Trainingslager endet für Holzdeppe früher als geplant

 Raphael Holzdeppe bereit sich weiter auf Olympia vor – vorerst zuhause.
Raphael Holzdeppe bereit sich weiter auf Olympia vor – vorerst zuhause. FOTO: Svenja Hofer
Zweibrücken. Die Coronakrise beeinflusst auch die Olympia-Vorbereitung der deutschen Leichtathleten. Wie der Deutsche Leichtathletik Verband (DLV) mitteilte, sind alle noch nicht begonnenen nationalen und internationalen Lehrgangsmaßnahmen zunächst ausgesetzt. ski/sid

Betroffen sind unter anderem die für April geplanten US-Trainingslager in Clermont/Bradenton. Am Wochenende wurde zudem das Trainingslager in Südafrika, in dem sich auch Raphael Holzdeppe befand, abgebrochen, die Athleten wurden zurück in die Heimat gebracht „Ich verstehe diese Entscheidung total“, schrieb der Stabhochspringer des LAZ Zweibrücken auf Instagram.

„Für uns steht derzeit ausschließlich die Gesundheit der Sportlerinnen und Sportler sowie des Betreuungsteams im Mittelpunkt“, sagte Idriss Gonschinska, Generaldirektor Sport: „Die komplette Reiseorganisation wird derzeit vom DLV-Teammanagement überarbeitet. Die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Tokio findet bis auf weiteres an den jeweiligen Bundesstützpunkten statt.“

Obwohl der Sport große Auswirkungen durch die Coronakrise spürt, wollen die Olympia-Macher an den Spielen festhalten. Weniger als fünf Monate vor den Spielen in Tokio sieht DOSB-Vorstandschefin Veronika Rücker wie IOC-Präsident Thomas Bach auch noch keine Notwendigkeit für eine intensive Diskussion über eine mögliche Absage der Sommerspiele. „Ich fände es fahrlässig, aktuell über den Sommer zu spekulieren“, sagte Rücker im „Deutschlandfunk“.



Für LAZ-Stabhochspringer Raphael Holzdeppe würden die Olympischen Spiele in Tokio bereits die vierte Olympia-Teilnahme bedeuten. 2012 in London gewann der heute 30-Jährige Bronze.