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Handball-Oberliga
Lebenszeichen im Abstiegskampf gesendet

Homburgs Michael Mathieu (am Ball) trug sich gegen Friesenheim sieben Mal in die Torschützenliste ein und war damit bester Werfer seines Teams.
Homburgs Michael Mathieu (am Ball) trug sich gegen Friesenheim sieben Mal in die Torschützenliste ein und war damit bester Werfer seines Teams. FOTO: PM / Martin Wittenmeier
Homburg. Handball-Oberligist TV Homburg holt gegen die TSG Friesenheim II seinen ersten Saisonsieg und verlässt damit das Tabellenende. Am kommenden Samstag geht es für den Aufsteiger zur HSG Völklingen. Von Markus Hagen

Der Jubel war groß bei den Spielern des TV Homburg, die den ersten Saisonsieg in der Handball- Oberliga gegen die TSG Friesenheim II nach der Schlusssirene ausgiebig feierten. „Vorletzter, Vorletzter“ schallte es aus dem Spielerkreis. Mit dem 28:27 gab der TVH die Rote Laterne an Friesenheim ab. Der vorletzte Rang könnte am Ende sogar den Klassenverbleib bedeuten, sollte die VTZ Saarpfalz aus der 3. Liga nicht absteigen.

Der knappe Sieg war letzten Endes verdient, weil der Aufsteiger aus Homburg bis auf die ersten Minuten stets in Führung lag. Dabei hatten die Gastgeber nervös begonnen. Nach dem überraschenden Rücktritt von Spielertrainer Daniel Sorg hatte das Interimsduo Jörg Ecker und Leo Frisch gehofft, dass ihre Truppe endlich einmal über 60 Minuten konzentriert zur Sache gehen würde. Diese Vorgabe setzten die Spieler über weite Strecken der Partie vor gut 50 Zuschauern in der Robert-Bosch-Schulsporthalle um. Friesenheim ging zwar mit 3:1 (6.) in Führung, aber der TV Homburg glich zum 3:3 aus. Bis zum Spielstand von 7:7 war das Spiel offen, ehe sich die Saarländer nach zwei Treffern von Lukas Glück zum 9:7 erstmals mit zwei Toren absetzen konnten. Friesenheim leistete sich innerhalb einer Minute zwei Zeitstrafen. Die Überzahl nutzten die Saarländer eiskalt aus und lagen kurz darauf sogar mit 14:9 (26.) vorne. Nach Ablauf der ersten 30 Minuten stand es 16:12 für den TV Homburg.

Doch wie im ersten Durchgang fand der TVH nach dem Wechsel zunächst schlecht in die Partie. Friesenheim kämpfte sich innerhalb der ersten drei Minuten bis auf 15:16 heran. Plötzlich war das Spiel wieder offen. Homburg lag in Folge stets mit einem oder zwei Toren in Front. Beim Spielstand von 23:22 (45.) gelang es dem TVH, auf 27:22 (54.) davonzuziehen. Doch die Zweite der TSG Friesenheim kam wieder zurück in die Partie, weil sich die Hausherren nicht mehr so konzentriert im Abschluss zeigten und sich auch in der Abwehr Fehler leistete. Mit zwei Treffern verkürzte Joshua Brahm auf 27:28. 20 Sekunden standen da noch auf der Uhr. Doch der TV Homburg hatte Ballbesitz und brachte die letzten Sekunden und damit den Sieg über die Zeit.



„So eng hätte es nicht mehr sein müssen“, meinte Sebastian Mathieu. "Wir haben verdient gewonnen, weil wir uns gegenüber den letzten Wochen enorm gesteigert haben.“ Jörg Ecker fand, „dass man besonders in der ersten Halbzeit sehr gut in der Defensive gestanden habe“. Sehr aggressiv ging der TVH da zu Werke. Man habe gesehen, dass man unbedingt den ersten Sieg holen wollte. Robin Von Lauppert, mit fünf Treffern hinter Michael Mathieu (sieben Tore) zweibester Torwerfer an diesem Abend, meinte „Wir sind noch lange nicht abgestiegen. Der erste Sieg sollte Mut für die nächsten Aufgaben machen“, sagt der Neuzugang. Am kommenden Samstag spielen die Homburger um 18 Uhr bei der HSG Völklingen.