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Landgestüt ein perfekter Austragungsort

 Trainerin und Turnierleiterin Sandra Schwebius von der VRG Südwestpfalz hofft auf den Einsatz von Festardo bei den Voltigier-Landesmeisterschaften ab Freitag im Landgestüt. Foto: cvw
Trainerin und Turnierleiterin Sandra Schwebius von der VRG Südwestpfalz hofft auf den Einsatz von Festardo bei den Voltigier-Landesmeisterschaften ab Freitag im Landgestüt. Foto: cvw FOTO: cvw
Zweibrücken. Im Mittelpunkt der Voltigierer steht von Freitag bis Sonntag das Landgestüt Zweibrücken bei der Pfalzmeisterschaft.

Die dreitägige Veranstaltung wird von der VRG Südwestpfalz ausgerichtet. Merkur-Mitarbeiterin Cordula von Waldow sprach mit der VRG-Turnierleiterin und Trainerin Sandra Schwebius.

Frau Schwebius, die 2011 gegründete VRG Südwestpfalz ist ja noch ein recht junger Verein und hat noch nie selbst ein Turnier ausgerichtet. Wie entstand die Idee, gleich mit den Landesmeisterschaften Voltigieren zu beginnen?

Sandra Schwebius: Ins Landgestüt gehört einfach eine Landesmeisterschaft. Mit den Ebbe-Flutböden in zwei Reithallen und dem historischen Ambiente ist es der perfekte Austragungsort. Unser Verein ist zwar jung, aber ihm gehören lauter "alte Häsinnen" an. Birgit Pottgiesser und ich waren die ersten Pfalzmeister im Voltigieren, und ich habe bereits einige Turniere organisiert. Auch, wenn das eine Weile her ist (lacht), wissen wir doch auch als langjährige Teilnehmerinnen, wie solche Turniere ablaufen. Außerdem brauchen wir aufgrund der Kostenstruktur - im Gegensatz zu Vereinen auf eigenem Grund und Boden zahlen wir Pacht ans Landgestüt - mit kleinen Veranstaltungen gar nicht anfangen. Eine schwarze Null ist nur mit Großveranstaltungen zu erwirtschaften.

Das bedeutet sicher eine Menge Organisation und Vorbereitung. Wie stemmt das die VRG?

Schwebius: Zum einen haben wir einen sehr engagierten Vorstand, der von den meisten Eltern unserer mehr als 50 Kinder und Jugendlichen tatkräftig unterstützt wird. Außerdem haben sich zahlreiche Vereine von außerhalb angeboten zu helfen. Es gibt sozusagen ein Turnier von Voltigierern für Voltigierer. Insgesamt werden an den drei Tagen rund 80 Helfer im Einsatz sein, vom Bahndienst über Schreiber bis hin zur Gastronomie.

Fungiert der Verein ausschließlich als Gastgeber oder auch als Teilnehmer?

Schwebius: Natürlich starten wir auch. An den Basis-Wettbewerben am Freitag nehmen alle vier Nachwuchsgruppen teil. Nach unserem fulminanten Aufstieg in Klasse M innerhalb eines Jahres von Klasse A über Klasse L tritt die erste Mannschaft auch im Kampf um die Schärpe an. Allerdings wissen wir verletzungsbedingt noch nicht, ob wir auf unserer Nachwuchshoffnung Festardo starten können oder noch einmal auf den guten alten Möbel Martin's Charly zurückgreifen. Im Nachwuchs-Einzel haben wir mit Denise Dreweniak, Lea Pottgiesser und Isabel Reitnauer gleich drei Talente am Start. Zusätzlich startet Sina Barber bei den Senioren. Wenn sie sich für die Finalprüfung qualifizieren, sind wir überglücklich. Am aussichtsreichsten ist wohl Lea Pottgiesser. Sie wird im Perspektivkader gefördert und ist in Daun in die Leistungsklasse M aufgestiegen. Da S, M und L gemeinsam gewertet werden, ist die Herausforderung groß.

Viele Menschen lieben Pferde, nicht alle kennen sich im Leistungssport aus.

Welche Höhepunkte warten auf die Pferdefreunde ?

Schwebius: Wer einen Überblick über die Leistungsfähigkeit im Voltigieren gewinnen möchte, ist bei den Einzelqualifikationen am Samstagabend gut aufgehoben. Richtig spannend und vor allem zirkusreif wird die Artistik in den Kürvorstellungen am Sonntag. Ein besonderer Leckerbissen sind hier die Gruppenküren ab 15 Uhr. Die feierliche Meisterehrung planen wir gegen 17 Uhr.