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Handball-Oberliga
TV Homburg will nur „kein kleines Debakel“

 J örg Ecker (M) will, dass sich seine Spieler in den kommenden schweren Partien Selbstvertrauen holen. An zählbare Erfolge glaubt er aber nicht. Punkten müsse man gegen die direkte Konkurrenz. Aber ob dem Kellerkind das reicht, um die fünf Punkte bis zum rettenden Ufer aufzuholen?
J örg Ecker (M) will, dass sich seine Spieler in den kommenden schweren Partien Selbstvertrauen holen. An zählbare Erfolge glaubt er aber nicht. Punkten müsse man gegen die direkte Konkurrenz. Aber ob dem Kellerkind das reicht, um die fünf Punkte bis zum rettenden Ufer aufzuholen? FOTO: Markus Hagen
Homburg. Handball-Oberliga: Das Kellerkind muss zum Spitzenteam Budenheim. Selbst TVH-Trainer Ecker glaubt nicht an Sieg.

Mit vier Punkten liegt der TV Homburg auf dem vorletzten Tabellenplatz der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Dieser würde nach der Runde voraussichtlich den bitteren Abstieg in die Saarlandliga bedeuten. Aber aufgeben wollen die Spieler von Trainer Jörg Ecker nicht – auch wenn die nun anstehenden Aufgaben fast unlösbar scheinen. So muss der Aufsteiger am Samstag ab 20 Uhr beim Tabellenzweiten Sportfreunde Budenheim antreten. Eine Woche später kommt der Ligavierte HF Illtal in die Sporthalle der Robert-Bosch-Schule nach Homburg, ehe es abschließend im Saarpfalzderby zum Tabellendritten SV 64 Zweibrücken geht.

„Sicher sind wir in den nächsten Spielen klarer Außenseiter. Es wäre vermessen, zu behaupten, dass wir gute Chancen haben, gewinnen zu können“, blickt Ecker den Partien gegen die Topteams der Liga eher gelassen entgegen. Die erste Aufgabe führt den TVH am Samstag in den Landkreis Mainz-Bingen zu den Sportfreunden Budenheim. Dass die Rheinland-Pfälzer den Vorletzten Homburg unterschätzen könnten, schließt Ecker aus. „Nach ihrer überraschenden Heimniederlage gegen den TV Mülheim, haben sie drei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Hochdorf. Sie müssen alles geben, um nicht weiter an Boden zu verlieren.“ Dennoch fordert der TVH-Trainer seine Mannschaft auf, dem Gegner Paroli zu bieten und nicht die – von vielen erwartete – Klatsche zu kassieren. „Es geht darum, dass wir uns achtbar schlagen“, sagt Ecker. Wichtig sei, dass man nicht mit einem ,,kleinen Debakel“ wieder nach Hause fahren müsse.

Eckers Konzept: Eigene Angriffe lange ausspielen. Nicht unkontrolliert abschließen. Schnelle Gegenangriffe verhindern. Klar sei aber, dass die Defensive des TV Homburg vor sehr schweren 60 Minuten stehe. 



Auch personell sieht es nicht rosig aus: Johannes Pelletier, Philipp Rauchschwalbe und Leo Frisch fallen verletzt aus. Fraglich sind zudem die Einsätze von Alexey Wetz (Bluterguss im Oberschenkel) und das Mitwirken von Hendrik Schmidt (Grippe).

Obwohl der TVH in den kommenden Partien lediglich die Niederlagen in Grenzen halten will, seien die fünf Punkte entfernten Nichtabstiegsränge noch „machbar“, beteuert Ecker. Dafür müsse der der TVH gegen die unmittelbare Nachbarschaft in der Tabelle – Friesenheim, Vallendar und Völklingen – punkten. Das Selbstvertrauen dafür wolle man sich gegen die Topteams holen.