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Fußball-WM
Kuranyi kann Russland „von ganzem Herzen empfehlen“

Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi war jahrelang in Russland aktiv.
Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi war jahrelang in Russland aktiv. FOTO: dpa / Marijan Murat
Frankfurt. (sid) Als Kevin Kuranyi 2010 von Schalke 04 zu Dynamo Moskau wechselte, begleiteten ihn etliche Vorbehalte. Wenn Kevin Kuranyi heute über Russland spricht, gerät er regelrecht ins Schwärmen. Der 36-Jährige zeichnet kurz vor dem Start der Fußball-WM am Donnerstag ein positives Bild des von Wladimir Putin kontrollierten Riesenreichs.

„Viele Leute denken, dass es ein gefährliches und kaltes Land ist – und dass die Menschen sehr reserviert sind. Aber Russland ist ein tolles Land mit vielen netten und hilfsbereiten Menschen“, sagte Kuranyi: „Moskau und die anderen Städte haben so viele sehenswerte Flecken. Ich kann Russland von ganzem Herzen nur empfehlen.“

In Bezug auf Rassismus will ARD-Experte Kuranyi, der nach wie vor viele Freunde in Russland hat, die vorherrschenden Probleme „nicht verallgemeinern. Es gibt wie in jedem Land Rassisten, die schlechte Dinge tun. Aber es gibt viel, viel mehr Menschen, die eine gute Art haben, die offen und ehrlich sind und die Russland so zeigen, wie es auch ist.“

Dass es wie bei der EM 2016 in Frankreich zu schweren Ausschreitungen russischer Hooligans kommen könnte, glaubt Kuranyi nicht. „Es gibt immer Chaoten, die den Sport missbrauchen. Ich denke aber, dass Russland sich so gut vorbereitet, dass da nichts passieren wird und die WM ruhig abläuft“, sagte er. Vielmehr werde „eine tolle Atmosphäre herrschen“, meinte der 52-malige Nationalspieler: „Russland wird eine tolle Show vorbereiten und sich von der besten Seite zeigen. Ich bin zuversichtlich, dass sie das sehr gut hinbekommen.“ Kuranyi ist sogar überzeugt, „dass das Image nach der WM ein anderes sein wird. Man wird allen zeigen, wie schön Russland ist. Der Fußball wird die Menschen zusammenbringen. Die WM wird die Möglichkeit bieten, zu kommunizieren, und hat hoffentlich auch einen positiven Einfluss auf die Politik.“