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Sportkolumne
Lieber Punkte als Schulterklopfer

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Lob kann gut tun. Auch nach Niederlagen. So nett gemeint, so respektvoll die Geste: Die Schulterklopfer für die Handballer der VT Zweibrücken wie am Freitag nach der knappen Derby-Niederlage gegen die HG Saarlouis bringen aber nichts Zählbares. Von Svenja Hofer

Für Spieler und Trainer können sich diese viel mehr anfühlen wie Hiebe in den Magen. Die einem ganz genau aufzeigen, dass mehr drin gewesen wäre, wie unnötig die Punktverluste waren.

Gegen den Zweitliga-Absteiger zu verlieren, ist für den Drittliga-Aufsteiger sicher kein Beinbruch. Einmal mehr war es die Art und Weise, die zu schaffen macht. Nicht etwa, weil die VTZ keine Chance gehabt hätte. Nein, eben weil die Möglichkeit da war, mehr mitzunehmen. Nur drei Sekunden vor Schluss zerplatzte diese Hoffnung. Mit diesem Gefühl mussten die Jungs von Trainer Danijel Grgic nicht das erst Mal in dieser Saison das Feld verlassen. Die vergebenen Chancen häufen sich – wie beim 36:36 gegen den direkten Konkurrenten Neuhausen Sekunden vor Schluss, bei dem leichtfertig verspielten Punkt gegen Oppenweiler (30:30) oder eben beim 26:27 gegen die HGS. Chancen, denen die VTZ im Abstiegskampf eigentlich nicht nachtrauern darf, die am Ende aber richtig wehtun können.

Dass die Zweibrücker das Potenzial haben, in der 3. Liga mitzuhalten, haben sie in dieser Runde ebenfalls schon unter Beweis gestellt. Nach drei Niederlagen in Folge und dem Abrutschen auf den ersten Abstiegsplatz 14 muss es nun aber schnellstmöglich gelingen, das in Punkte umzuwandeln – nicht nur in schmerzhafte Schulterklopfer.