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Sportkolumne
Grün-Weiße Antwort auf dem Platz geben

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Rivalität im Sport gehört dazu. Fangesänge, Häme, Sticheleien. Alles okay. Dass die beiden Lager der beiden Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken und FC Homburg nicht miteinander können: kein Geheimnis. Von Svenja Hofer

Schon häufig kam es in der Vergangenheit zu Auseinandersetzungen und Ausschreitungen bei Aufeinandertreffen beider Teams. Erstaunlich ruhig blieb es vor gut einer Woche im Saarlandpokal-Duell der beiden Erzfeinde. Doch lange auf sich warten lassen hat der nächste Auftritt einzelner Chaoten dann doch nicht: Vor der Heimpartie der Grün-Weißen am Montagabend gegen Wormatia Worms leuchtete am Morgen der Fanblock der Homburger Ultras plötzlich in Blau-Schwarz. Auf der roten Laufbahn war in Blau der Schriftzug „Nur der FCS“ zu lesen. Ein gezielter Affront gegen die FCH-Anhänger an einem Tag der Liveübertragung im TV-Sender Sport1. Manch einer mag über den Bloßstellungsversuch schmunzeln. Darauf muss man erst einmal kommen. Es dann auch noch umsetzen können. Und ja, immerhin ist dieses Mal kein Mensch zu Schaden gekommen. Dennoch gießt diese Aktion – die nebenbei auch dem Ansehen des scheinbar so geliebten FCS weiteren Schaden zufügt – weiteres Öl ins Feuer der Fan-Rivalität. Die Polizei befürchtet nach dieser „Kriegserklärung“ einen Racheakt vonseiten der Grün-Weißen. Da sollten die Fans des FCH, der dem FCS nach dem klaren Sieg gegen Worms weiter dicht auf den Fersen ist, vielleicht einfach mal drüber stehen. Die Antwort lieber der Mannschaft auf dem Platz überlassen.