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Kohlschreiber gewinnt Tiebreak-Drama gegen Brown

Halle/Westfalen. Philipp Kohlschreiber steht nach einem Tiebreak-Krimi zum sechsten Mal in seiner Karriere im Halbfinale von Halle. Der Turniersieger von 2011 verwandelte gegen Publikumsliebling Dustin Brown nach 2:10 Stunden seinen achten Matchball zum 6:4, 5:7, 7:6 (18:16). sid

Alleine der Tiebreak im entscheidenden Durchgang bot den Zuschauern im Gerry-Weber-Stadion alle Höhen und Tiefen, die Rasentennis mit sich bringen kann. "Das war alles total verrückt", sagte Kohlschreiber erleichtert: "Als Spieler kann man auf so enge Matches verzichten, aber das Publikum hat heute alles geboten bekommen."

An diesem Samstag (13 Uhr/ZDF ) trifft der Weltranglisten-27. aus Augsburg auf den Kolumbianer Alejandro Falla. Der Linkshänder setzte sich gegen Davis-Cup-Spieler Peter Gojowczyk (München) in zwei weniger dramatischen Tiebreaks 7:6 (7:4), 7:6 (7:2) durch. Bislang hat Kohlschreiber alle fünf Duelle mit Falla für sich entschieden. Das zweite Halbfinale bestreiten im Anschluss Rekordsieger Roger Federer (Schweiz) und der Japaner Kei Nishikori. Federer profitierte von der Absage des verletzten Taiwanesen Lu Yen-Hsun, Nishikori bezwang den Amerikaner Steve Johnson 6:1, 7:6 (7:4).

Dustin Brown durfte erhobenen Hauptes die Arena verlassen, immerhin war der 29-Jährige erst mit einer Wildcard ins Hauptfeld gekommen, hatte im Achtelfinale überraschend Branchenprimus Rafael Nadal eliminiert. "Am Anfang haben sicher alle gedacht: Was macht der da?" Wenn er 0:6, 0:6 verloren hätte, "wäre das auch okay gewesen. Denn hey: Es ist ja Rafa", hatte Brown nach seinem Sieg gegen Nadal erzählt.