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Knapper Sieg für die Hornets nach turbulenter Schlussphase

Zweibrücken. Die besseren Nerven hatte Eishockey-Regionalligist EHC Zweibrücken am Samstag beim Tabellenschlusslicht EV Ravensburg. Die Hornets behielten im Penaltyschießen die Oberhand und siegten 4:3 (1:0/0:1/2:2/1:0). Gerrit Dauelsberg

Nein, unzufrieden war Hornets-Trainer Martin Deßloch nach dem Spiel in Ravensburg nicht. Dabei musste sein Team am Wochenende einen Zähler beim Tabellenschlusslicht der Eishockey-Regionalliga abgeben. Immerhin gab es nach einer turbulenten Schlussphase aber einen 4:3 (1:0/0:1/2:2/1:0)-Sieg nach Penaltyschießen für den EHC Zweibrücken . Und Deßloch hatte eine sehr disziplinierte und strukturierte Leistung seiner Mannschaft gesehen - trotz einiger Strapazen, die der Samstag mit sich brachte: "Wir hatten viereinhalb Stunden Anfahrt hinter uns", erinnerte der Hornets-Trainer daran, dass das Team die weiteste Auswärtsfahrt der Saison auf sich nehmen musste.

Es dauerte genau 16:34 Minuten, bis die Zweibrücker das erste Mal jubeln durften: Marc Lingenfelser brachte die Hornets nach Vorarbeit von Benedikt Peters und Ryan McDonald mit 1:0 in Führung. Doch wer jetzt an einen Kantersieg des Play-off-Kandidaten gegen das Tabellenschlusslicht glaubt, wurde eines Besseren belehrt. Auf eine "sehr hungrige junge Mannschaft" aus Ravensburg sei sein Team am Samstag getroffen, sagte Deßloch. "Sie waren sehr präsent." Obwohl die Zweibrücker unterm Strich mehr Spielanteile hatten, taten sie sich bei den Druckphasen der Gastgeber immer wieder schwer. Und so drehte der Außenseiter die Partie: Zunächst erzielte Julian Tischendorf im zweiten Drittel den Ausgleich für das Team aus Baden-Württemberg (26.), dann brachte Simon Klingler den EV Ravensburg im Schlussabschnitt sogar in Führung (45.). Den Zweibrückern drohte - trotz vieler guter Chancen - mit komplett leeren Händen die lange Rückfahrt antreten zu müssen.

Doch dann nahmen die Hornets in einer "mehr als spannenden Schlussphase" (Deßloch) noch zwei Punkte mit: Zunächst erzielte Frederic Hellmann gut sieben Minuten vor dem Ende nach erneuter Vorarbeit von McDonald den Ausgleich. Keine anderthalb Minuten später war es Lukas Srnka (55.), der die Zweibrücker nach einem weiteren Assist von McDonald sowie von Hellmann auf die Siegerstraße brachte. Allerdings glich Denis Adebahr bereits kurze Zeit später für das Schlusslicht aus (56.) - und so musste letztlich das Penaltyschießen entscheiden. Hier zeigten die Hornets die besseren Nerven: Wie schon in der regulären Spielzeit trafen Srnka, Lingenfelser und Hellmann für die Gäste und sicherten ihrem Team damit zwei wichtige Punkte im Kampf um die Play-offs.

Am kommenden Wochenende bleiben die Hornets von Reisestrapazen verschont: Am Sonntag empfangen sie in der heimischen Ice-Arena den EC Eppelheim.