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Landesmeisterschaft gut gemeistert
Kleine Kufenkünstler nutzen Heimvorteil

Im Eiskunstlaufsport hat jetzt der neue Eiskunstlaufverein "Skate«n Fun Saar-Pfalz" ein neues Kapitel aufgeschlagen. Im Bild Franziska Stierle vom "Skate«n Fun Saar-Pfalz" , die mit guten Leistungen aufwartete und auf den 4.Platz im Finale der MŠdchen-AnwŠrter kam.
Im Eiskunstlaufsport hat jetzt der neue Eiskunstlaufverein "Skate«n Fun Saar-Pfalz" ein neues Kapitel aufgeschlagen. Im Bild Franziska Stierle vom "Skate«n Fun Saar-Pfalz" , die mit guten Leistungen aufwartete und auf den 4.Platz im Finale der MŠdchen-AnwŠrter kam. FOTO: Norbert Schwarz
Zweibrücken. Vor allem der Nachwuchs des Skate’n’Fun Saar-Pfalz hat bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften in Zweibrücken überzeugt. Der Gastgeber zieht ein poitives Fazit Von Norbert Schwarz

Eines der jüngsten Mitglieder in der großen Zweibrücker Sportfamilie, der Eiskunstlaufverein Skate’n’Fun Saar-Pfalz, schickt sich an, eine Eiskunstlauftradition in der Rosenstadt erfolgreich fortzusetzen. Nach vielen Jahren der sportlichen Zurückhaltung ist am Wochenende die Peter-Cunnigham-Arena wieder einmal Schauplatz für eine Landesmeisterschaft im Eiskunstlauf und Eistanz gewesen.

119 Starterinnen und Starter demonstrierten guten Eissport mit Toeloop, Rittbergern und Pirouetten auf den schmalen Kufen. Aus den sportlichen Hochburgen Diez, Neuwied und Mainz waren sie ins westpfälzische Zweibrücken angereist, um sich im sportlichen Vergleich zu messen. Für den noch jungen Eiskunstlaufverein Skate’n’Fun eine riesengroße Herausforderung. Die dieser mit seinem Führungstrio Silke und Hans-Jürgen Conrad sowie Katharine Kopper und dem 15-köpfigen Helferteam an beiden Veranstaltungstagen souverän meisterte. „Ich bin positiv überrascht, wie der junge Verein, der gerade mal im dritten Jahr besteht, diese Herausforderung in jeder Hinsicht meisterte. Einfach top“, lobte Rosita Lenzi, kommissarische Fachwartin des rheinland-pfälzischen Eis- und Rollsportverbands (RPERV). Bestens präpariertes Eis, hilfsbereite und freundliche Organisatoren, die sich mit spürbarer Hingabe den Aufgaben stellten – und dazu noch eine sportliche Steigerung, hob Lenzi heraus. „Die Nachwuchsarbeit zahlt sich spürbar aus.“

Gerade in den Anfangsklassen drängte auch der Nachwuchs des Gastgebers nach vorne. „Mit Karina Razlaw, Fiona Wiens und Sophia Silbert haben wir zudem drei Eiskunstläuferinnen im Verband, die den Sprung in die Kaderteams der Deutschen Eislauf-Union (DEU) schaffen können“, freute sich Lenzi.



Derart lobende Worte sind Genugtuung und Anerkennung für die große Kraftanstrengung der Meisterschaftsorganisation, denen sich die Verantwortlichen von Skate’n’Fun gestellt hatten. „Wir haben akribisch an der Vorbereitung gearbeitet und es hat alles bestens zusammengepasst. Das Wetter stimmte, das Eis wurde bestens für die Teilnehmer präpariert, wir waren im Zeitplan – was ja für die von weiter angereisten Teilnehmer durchaus ein wichtiger Punkt ist. Und die Gesamtatmosphäre entsprach dem, was wir uns zuvor gewünscht haben“, sagte Silke Conrad aus dem Führungstrio restlos zufrieden. Hans-Jürgen Conrad verwies auf den sportlichen Aspekt und fand, dass sich die noch sehr jungen Akteure des neuen Clubs im Landesvergleich wacker geschlagen haben. „Wir können mit der Arbeit unserer Trainer sehr zufrieden sein. Die eingeschlagene Richtung stimmt“, betont er. „Derzeit zählen wir 100 Mitglieder mit einem hohen Anteil an Aktiven. Der Gedanke, die ausgetretenen Pfade zu verlassen und einen neuen Eiskunstlaufverein zu gründen, beweist sich auch im Rückblick als richtig. Diese Meisterschaft macht Mut für die Zukunft.“ Conrad lobte daher auch das Vereinsengagement jüngerer Mitglieder und nennt stellvertretend den 14-jährigen Eiskunstläufer Nicolas Hutt. Der habe an diesem Sport großes Interesse und eine tolle Veranlagung. Von seinen Klassenkameraden werde er dafür zwar oftmals gehänselt, doch das mache dem für sein Alter schon sehr gereiften jungen Mann nichts aus. „Nicolas ist nicht nur auf dem Eis top, er engagiert sich auch im Verein und hilft bereits beim Training der Kleinsten mit. Das zeigt uns Verantwortlichen, welch guter Geist in unserem Verein herrscht“, sagt Conrad.

Von einer gelungenen Premiere spricht auch der frühere Eishockeycrack Reiner Lahm, der einst für den EHCZ dem Puck nachjagte und manchen Gegner das Fürchten lehrte. Dieses Mal stand er als Zuschauer an der Bande: Tochter Amelie sicherte sich bei den Minis der Gruppe B gleich zu Veranstaltungsbeginn den ersten Platz und zusammen mit den Clubkameradinnen Eleni Anagnostakos und Linea Hergert konnte sie die ersten drei Plätze für den Skate’n’Fun Saar-Pfalz sichern. Casey Gaiger siegte in der A-Gruppe. Kaja Gampfer wurde dort Dritte.

Nicolas Hutt konnte den Wettkampf mit starken 19,12 Punkten beenden. In der Klasse der Mädchen, in der Ella-Elisa Ott (Diez) mit 20,31 Zählern siegte, hätte das Platz zwei bedeutet. Hutt trainiert unter Jennifer Borus fünf Mal in der Woche. Sein großes Ziel ist die Quali für die Europameisterschaften.

Nicolas Hutt (links) brachte bei den Landesmeisterschaften eine tolle Leistungs aufs Eis. Skate’n’-Fun-Vereinskameradin Franziska Stierle landete bei den Anwärterinnen auf Rang vier.
Nicolas Hutt (links) brachte bei den Landesmeisterschaften eine tolle Leistungs aufs Eis. Skate’n’-Fun-Vereinskameradin Franziska Stierle landete bei den Anwärterinnen auf Rang vier. FOTO: Norbert Schwarz
Amelie Lahm sicherte sich den Sieg bei den Minis.
Amelie Lahm sicherte sich den Sieg bei den Minis. FOTO: Norbert Schwarz