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Verbandsliga Nord-Ost
"Kindergartenteam" vor wegweisenden Spielen

Zuverlässige Stütze: Der Jägersburger Gianluca Ruoff (rechts), hier im letzten Spiel gegen Einöd, hat bisher alle Saisonspiele für den FSV II absolviert.
Zuverlässige Stütze: Der Jägersburger Gianluca Ruoff (rechts), hier im letzten Spiel gegen Einöd, hat bisher alle Saisonspiele für den FSV II absolviert. FOTO: Wolfgang Degott
Jägersburg. Verbandsliga Nord-Ost: Am Sonntag, 15.30 Uhr, muss die Jägersburger Reserve zu Tabellennachbar Habach. Von Wolfgang Degott

Mit einem mühelosen und auch in der Höhe verdienten 5:0-Erfolg gegen Schlusslicht SG Bostalsee und eine Woche zuvor das Remis in Einöd mit dem späten Ausgleich von Paul Manderscheid hat die Oberligareserve des FSV Jägersburg den Abstand zu den Abstiegsrängen in der Verbandsliga Nord-Ost vergrößert. „Die vier Punkte waren der wichtige Schritt in die richtige Richtung“, so Trainer Tim Harenberg, der die Elf im zweiten Jahr coacht. Trotz des klaren Erfolges zeigte er sich zwar mit dem Herausspielen der Chancen zufrieden, weniger mit deren Verwertung. Insbesondere gegen stärkere Gegner könnte sich die Fahrlässigkeit bestraft werden.

Harenberg, der früher die Jugend des FSV trainierte, hat eine sehr junge Mannschaft zu betreuen, spricht gar von einer „Kindergartenmannschaft“, in der Gianluca Ruoff, Lukas Schmitz, Visar Kalludra und Paul Manderscheid, der mit sechs Treffern der beste Schütze der Homburger Vorstadtelf ist, haben alle bisherigen zwölf Begegnungen auf dem Platz gestanden. Insgesamt sind bisher 30 Spieler zum Einsatz gekommen. „Wir haben eine hohe Fluktuation, da wir sowohl Spieler der Oberliga- als auch der Bezirksligamannschaft einsetzen. Dies seien zum einen verletzte Spieler, die Spielpraxis brauchen, oder durch gute Leistungen in der Dritten aufsteigen“, erläuterte FSV-Trainer Harenberg. Auch Gelb-Rot bestrafte Spieler, die in der überregionalen Oberliga für ein Spiel gesperrt werden, könnten, um im Spielrhythmus zu bleiben, bei ihm eingesetzt werden.

Die bisherigen 33 Treffer erzielten 15 Schützen, wodurch auch Ausgeglichenheit des Kaders demonstriert werde. Daraus resultiert, dass der FSV für den jeweiligen Gegner schwer ausrechenbar ist. Hinzu komme, dass viele der Akteure, die aus dem Kader von Erstmannschaftstrainer Thorsten Lahm zum Einsatz kommen, sich auch als Torschützen ausgezeichnet haben. Dazu gehörten unter anderen sowohl Tim Schäfer, Luis Kiefer, Sven Schreiber, Florian Steinhauer, als auch Carlos-Léon Borger. Am Sonntag ist die Auswärtsaufgabe beim SV Habach, der in der Tabelle zwei Plätze hinter dem FSV liegt, zu bewältigen. Die Jägersburger müssen dabei mit Lukas Reichert (Rückenprobleme), Kapitän Jonas Uhlhorn (Urlaub) und Peter Müller (Verdacht auf Muskelfaserriss) drei etatmäßige Stammspieler ersetzen.



Insgesamt erwartet der 33-jährige Harenberg eine schwere Auseinandersetzung. In der vergangenen Saison glückte zwar ein 3:1-Erfolg, der gleichzeitig die erste Heimniederlage der Habacher bedeutete, doch hat er das Spiel als enge, intensive Partie in Erinnerung. Die kommenden Wochen, wo die Begegnungen gegen die Spitzenteams SG Marpingen-Urexweiler (4.), SG Lebach-Landsweiler (2.), wie auch der unbequeme VfB Theley (10.) auf dem Spielplan stehen, bezeichnet der Trainer als richtungsweisend. „Alle vier Spiele werden schwer und es wird sich zeigen, wo unsere Reise hingeht“, so Harenberg.