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Kerber und Lisicki mischen mit

London. Zwei deutsche Damen haben in Wimbledon noch Chancen. Wenn das berühmteste Tennis-Turnier der Welt in die zweite Woche startet, dürfen auch Sabine Lisicki und Angelique Kerber raus auf die große Bühne. Anders als die Branchen-Beste Serena Williams. Agentur

Wenn das berühmteste Tennis-Turnier der Welt in die zweite Woche startet, dürfen auch Sabine Lisicki und Angelique Kerber noch mitmischen. Kerber hat in Wimbledon nach ihrem 3:6, 6:3, 6:2 gegen die letztjährige Halbfinalistin Kirsten Flipkens aus Belgien nun im Achtelfinale mit Maria Scharapowa "nichts zu verlieren", Lisicki hinkt dagegen noch hinterher. Heute will die letztjährige Finalistin ihren Satzvorteil nutzen und gegen die frühere Weltranglisten-Erste Ana Ivanovic ebenfalls in die Runde der letzten 16 einziehen. Allen Unkenrufen um ihre Formkrise zum Trotz entschied sie den ersten Satz gegen die frühere Weltranglisten-Erste Ivanovic mit 6:4 für sich. Bei 1:1 im zweiten Durchgang fangen beide heute wieder an. Die Partie war am Samstagabend wegen Dunkelheit abgebrochen worden.

Ihre deutsche Kollegin Andrea Petkovic wird dann nur noch Daumen drücken. Vor drei Wochen stieß sie in Paris bei den French Open bis ins Halbfinale vor, nun war nach einem 3:6, 4:6 gegen die Kanadierin Eugenie Bouchard auf dem von ihr weniger geliebten Rasen in der dritten Runde Schluss. "Die Enttäuschung ist nicht allzu groß", sagte die 26-Jährige. Ein wenig genervt war sie vom Umgang mit dem tristen Wetter.

Stundenlang mussten die Tennisprofis bei dunklen Wolken und immer wiederkehrenden Schauern auf der Anlage herumhängen. "Was ich anstrengend fand, war, dass sie keine klare Aussage gemacht haben", klagte Petkovic. "Sie haben uns alle Viertelstunde wieder gezwungen, uns warm zu machen. Sie haben uns nicht richtig entspannen lassen, weil sie immer wieder gesagt haben, in einer halben Stunde vielleicht."

Anders sieht es bei der Weltranglisten-Ersten Serena Williams aus. Die US-Amerikanerin verlor überraschend mit 6:1, 3:6, 4:6 gegen die Französin Alizé Cornet und musste sich früh von dem Traum ihres sechsten Wimbledon-Triumphs verabschieden. In Paris war die 32-Jährige zuvor in der zweiten Runde rausgeflogen, bei den Australian Open im Achtelfinale - kein gutes Jahr für Williams. "Serena hängt sehr von ihrem Selbstvertrauen ab", analysierte Petkovic, "wenn sie ein paarmal früh verliert, dann merkt man, dass sie nicht ganz so entschlossen an die Bälle rangeht.

Im Herren-Wettbewerb geht dagegen alles seinen gewohnten Gang. Rafael Nadal besiegte in der dritten Runde den Kasachen Michail Kukuschkin mit 6:7 (4:7), 6:1, 6:1, 6:1, Roger Federer schlug den Kolumbianer Santiago Giraldo klar mit 6:3, 6:1, 6:3.