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Kein Gedanke an erneuten Aufstieg

 TSC-Trainer Sanel Nuhic (rechts) hofft den Lauf aus der Hinserie fortsetzen zu können. Foto: Marco Wille/pmd
TSC-Trainer Sanel Nuhic (rechts) hofft den Lauf aus der Hinserie fortsetzen zu können. Foto: Marco Wille/pmd FOTO: Marco Wille/pmd
Zweibrücken. Mit dem Ziel Klassenverbleib ist Aufsteiger TSC Zweibrücken in die Saison der Fußball-Bezirksliga gestartet. Nach 18 Spieltagen rangiert das Team von Trainer Sanel Nuhic an der Spitzenposition, hat lediglich zweimal verloren. An Meisterschaft will er aber noch nicht denken. Svenja Kissel

Zu meckern hat Sanel Nuhic wenig. Kein Wunder, überwintert der TSC Zweibrücken als Aufsteiger in die Fußball-Bezirksliga schließlich auf dem Spitzenplatz. "Ich kann mit meiner Mannschaft rundum zufrieden sein", sagt der Trainer lachend, der sich zum Start der Runde mit seiner Mannschaft den Nichtabstieg zum Ziel gesetzt hatte.

Überraschend schnell kam der TSC aber in der neuen Liga an. Nach einem etwas holprigen Start mit einer Niederlage und einem Umentscheiden blieb das Team vom Wattweiler Berg zwölf Spiele ungeschlagen, unterlag in den 18 Partien überhaupt nur noch ein weiteres Mal. Die bisherige Stärke sieht der Trainer darin, "dass wir uns kein großes Ziel gesetzt haben. Wir schauen von Spiel zu Spiel und bereiten uns auf jeden Gegner akribisch vor."

Dabei geht es dem 37-Jährigen vor allem darum, schönen Fußball zu spielen. "Das gelingt uns ganz gut. Wir haben viel Ballbesitz, kontrollieren häufig unseren Gegner." Ein Manko fällt Nuhic dann doch ein: "Die Chancenverwertung." Da könnten sich seine Jungs noch verbessern.

Keinen Druck machen

Trotz des Spitzenplatzes mit zwei Zählern Vorsprung auf Verfolger Schopp und bereits zehn auf die drittplatzierten Bundenthaler, seien Meisterschaft und Aufstieg für den TSC "absolut noch kein Thema". Nuhic: "Wir machen uns da keinen Druck - und haben auch keinen." Dennoch glaubt Sanel Nuhic, dass seine Mannschaft, sollte es soweit kommen und die Truppe zusammenbleiben, großes Potenzial hat, um auch in der Landesliga bestehen zu können.

Doch die Gedanken kreisen derzeit vor allem um das Auftaktspiel ausgerechnet gegen den ärgsten Konkurrenten SV Schopp . "Natürlich wollen wir gewinnen und dürfen nicht zu locker in die Partie gehen." Zumal der SV nach dem 4:0-Erfolg der Zweibrücker im Hinspiel und aufgrund der Tabellenkonstellation sicher mit 110 Prozent in das Heimspiel gehen werde. "Was dabei herauskommt, wenn eine Mannschaft topmotiviert und eine zu locker in so eine Partie geht, haben wir gerade bei Bayern gegen Wolfsburg gesehen", strebt Nuhic einen mahnenden Vergleich an. Im Training, das der TSC am 15. Januar aufgenommen hat, sei der Spitzenreiter voll und ganz auf Schopp fokussiert. "Immer, wenn man sich fragt ‚Warum mache ich das eigentlich?', sagen wir uns: ‚Um gegen Schopp zu bestehen'", erklärt der Trainer der Schwarz-Roten, der bis zum Start am 1. März drei Neue in seine Mannschaft integrieren darf.

Alles läuft nach Plan

Den Kader des Spitzenreiters verstärken künftig der Mittelfeldmann Sayfeddine El-Khadem, der von Saarlandligist SF Köllerbach an den Wattweiler Berg kommt, Ahmed El-Khadem (SV Altheim) und Steven Kuznia (SG Waldmohr). Alles keine Unbekannten in Zweibrücken . "Das passt in unser Konzept, junge Spieler aus der Region einzubauen", erklärt Nuhic, dessen Team mit Maximilian Bernhard (SG Rieschweiler) und Dirk Dotterweich (SV Altheim) zwei Spieler verlassen haben. Sie erhofften sich in den neuen Teams mehr Spielanteile. "Wahrscheinlich bekommen sie die auch, bei uns ist der Konkurrenzkampf um die Plätze schon sehr hoch."

Im Training ziehen alle Spieler derzeit gut mit. "Bis jetzt läuft alles wie geplant, auch wenn es auf den Plätzen in der letzten Woche schwierig war." Daher hat Nuhic einmal in der Halle trainiert. Die bisher geplanten Testspiele mussten alle abgesagt werden. Nuhic hofft, dass sich das möglichst bald ändert, um für den Ernstfall gegen Schopp zu proben.