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Neue Spielstätte
Zweibrücker Kegler starten in ungewöhnliche Saison

In Pirmasens wurden die Zweibrücker Kegler „zur vollsten Zufriedenheit aufgenommen“. (Symbolbild)
In Pirmasens wurden die Zweibrücker Kegler „zur vollsten Zufriedenheit aufgenommen“. (Symbolbild) FOTO: picture alliance / Swen Pförtner / Swen Pförtner
Zweibrücken. Nach Schließung der letzten Bahn in der Stadt weichen Teams nach Pirmasens aus. Die meisten Spieler sind geblieben. Von Svenja Hofer

Mit einem ungewöhnlichen Gefühl starten die Kegler der SG KSG/SG Zweibrücken an diesem Wochenende in die neue Saison. Erstmals steht den Zweibrücker Keglern nach der Schließung der letzten Bahnanlage in ihrer Stadt keine echte Heimspielstätte zur Verfügung (wir berichteten). Ein Aus für den Zweibrücker Kegelsport wollten die Vereine aber mit aller Macht verhindern. So haben sich die KSG und SG, die nach ihrer Kooperation bereits in die dritte Runde als Spielgemeinschaft gehen, sowie die Frauen der Fortuna Vollkugel um eine Ausweichmöglichkeit bemüht.

„In Pirmasens sind wir zur vollsten Zufriedenheit aufgenommen worden“, erklärt der KSG-Vorsitzende Pascal Schlag. „Großes Lob an den ESV Pirmasens und die Sportkameraden der Rapid Pirmasens, die uns mit offenen Armen aufgenommen haben. Kegeltechnisch macht Pirmasens Zweibrücken da etwas vor und zeigt, dass eine Sechs-Bahnen-Anlage auch voll ausgebucht sein kann.“ Allerdings seien die Bahnen beim ESV nicht die einfachsten, jedoch sehr holzreich. „Man gewöhnt sich als Spieler daran – das kann natürlich auch ein Heimvorteil werden“, betont Schlag mit Blick auf die am Wochenende startende Runde.

Grundsätzlich ist Pascal Schlag auch sehr zufrieden damit, wie die aktiven Kegler die veränderte Situation aufgenommen haben. „Das Training wurde immer positiv besucht und die Vorfreude für die neue Runde, auf ‚neuen’ Bahnen steigt“, erklärt der KSG-Vorsitzende. Im großen und Ganzen seien auch die Spieler den Clubs erhalten geblieben. Vereinzelt hätten Spieler aus alters- oder berufsbedingten Gründen aufgehört. „Durch so einen Umzug hat man immer damit zu kämpfen, alle bei Laune zu halten. Es sind ja immerhin einfach 25 Kilometer bis nach Pirmasens. Ich finde es schön, dass hier die Kameradschaft wieder zeigt, wenn man seinen Sport ausüben möchte, nimmt man auch so etwas auf sich“, will Pascal Schlag auch den Sponsoren und Gönnern danken, die das überhaupt möglich machen.



Demnach kann die Spielgemeinschaft zur neuen Runde mit drei Mannschaften, im Vorjahr waren es noch vier, in die neue Saison gehen. Die erste Mannschaft (6x 200 Wurf) wird in der Regionalliga antreten und dort versuchen, wieder um die vorderen Plätze mitzuspielen. „Für viele sind wir in der Liga der Topfavorit. Diese Rolle geben wir aber gerne an die TSG Haßloch ab.“ Zu groß sei die Erfahrung der vergangenen Jahre, in denen die Zweibrücker immer wieder mit verletzungs- und berufsbedingten Ausfällen zu kämpfen hatten. Los geht es für den Vizemeister des Vorjahres am Samstag, 16.30 Uhr, mit dem Heimspiel in Pirmasens gegen den SKC Komet Rodalben. Die SG-Zweite (4x200 Wurf) wird in der Viererliga zur Kugel greifen. „Da für uns die Liga neu ist, probieren wir hier im Mittelfeld mitzuspielen“, sagt Pascal Schlag. Am Sonntag, neun Uhr ist Bornheim II zu Gast. Die dritte SG-Mannschaft (4x 100 Wurf) geht zur neuen Runde in der Gemischten Klasse West auf die Bahnen. Hier werden die 100-Wurf-Spezialisten versuchen, die vorderen Plätze zu erreichen.

Auch nach dem Umzug nach Pirmasens lassen sich die Zweibrücker Kegler keinesfalls den Spaß an ihrem Sport nehmen. „Wir freuen uns auf die neue Saison und sind positiver Dinge“, macht Pascal Schlag klar.