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Bergrennen
Der schnellste Mann am Berg

HOMBURG. Kai Neu vom Homburger Automobilclub hat drei Jahre hintereinander mit seinem Auto die Bergmeisterschaft seiner Klasse gewonnen. Von Stefan Holzhauser

Und er hat es wieder geschafft und damit das Triple perfekt gemacht. Die Rede ist von Kai Neu vom Homburger Automobilclub, der national bereits im dritten Jahr hintereinander in der Bergmeisterschaft seine Klasse gewann. Der 34-Jährige betreibt seit 2008 aktiv Rennsport. „Vorher war ich nur auf ein paar Slalomveranstaltungen unterwegs und mehr Zuschauer gewesen. Dem Verein gehöre ich mittlerweile seit gut 15 Jahren an“, berichtet der erfolgreiche Rennfahrer.

2009 begann seine Karriere im Bergrennsport. 2010 und 2011 gab es bereits erste Podiumsplätze. Seit 2012 ist er auf einem Ford Focus ST 170 unterwegs. „So ein Auto ist wie ein Baby. Man muss es immer weiter aufpäppeln und aufbauen. Zunächst haben wir viel Lehrgeld bezahlt, ehe wir 2015 dann professionell in allen Rennen antreten konnten“, erklärt der Saarländer. Ab 2016 hätte es dann „richtig geknackt“. Mit Ausnahme weniger Veranstaltungen, bei denen Neu aufgrund technischer Defekte ausfiel, wurde der 34-Jährige fast ständig Erster. Und so sei es nun zum bereits dritten deutschen Klassen-Meistertiel in Serie gekommen. „Im kommenden Winter wird es mir nicht langweilig werden. In diesem Zeitraum werden am Auto diejenigen Sachen modifiziert, die mir über die Saison hindurch aufgefallen sind. Außerdem will ich noch am Auto einiges aufrüsten“, verrät Neu. Weiterhin sei noch ein zweites Umbauprojekt geplant, so dass er wahrscheinlich 2019 auch noch in einer weiteren Klasse fahren werde. Nähere Details dazu möchte der Rennfahrer derzeit noch für sich behalten. Klar wäre nur, dass er mit einer weiteren Klasse auch Bergrennen meine, denn diese Art des Motorsports bleibe auch weiterhin seine ganz große Leidenschaft. Gegenüber Rundstreckenrennen sei ein Bergrennen aus seiner Sicht weitaus anspruchsvoller. „Man ist bei Bergrennen extrem nah an den Fans dran und unterhält sich mit ihnen sehr viel. Jeder fährt für sich und nur gegen die Zeit. Es besteht der Anreiz, dabei einfach schneller zu sein als die Konkurrenten – ohne dass man direkt auf der Strecke gegen sie antritt“, betont Neu. Die Strecken seien anspruchsvoll und auch durchaus gefährlich. Allerdings wäre die Absperrung in Deutschland so gut, dass in Kombination mit den sehr gut gesicherten Autos nur ganz wenig passieren könne. Bei Neu hätte es in den all den Jahren trotz sehr vieler Rennteilnahmen nur eine einzige leichte Blessur gegeben.