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Handball-Jugendbundesliga
Leistungssteigerung reicht nicht zum Sieg

 Wieder in besserer Form hat SV-Trainer Klaus Peter Weinert seine Jungs gesehen.
Wieder in besserer Form hat SV-Trainer Klaus Peter Weinert seine Jungs gesehen. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Schutterwald. Jugendbundesliga: Handballnachwuchs des SV 64 Zweibrücken unterliegt auch im dritten Spiel des Jahres beim TuS Schutterwald mit 28:33. Von Roman Kuhn

Zählbares haben die A-Juniorenhandballer des SV 64 Zweibrücken nicht mitgenommen. Dennoch zeigten sie sich im Auswärtsspiel beim TuS Schutterwald trotz der 28:33-Niederlage im Gegensatz zu dem Desaster gegen die Handballakademie Bayern vor Wochenfrist deutlich formverbessert. Vor allem die rechte Angriffsseite des Jugendbundesligisten mit Philipp Meiser (8) und Philipp Baus (5) konnte überzeugen und steuerte gemeinsam 13 Treffer bei.

Es war als stünde eine komplett ausgewechselte Mannschaft auf dem Feld. Nichts erinnerte mehr an die beiden blutleeren Auftritte gegen Pforzheim und München. Trainer Klaus Peter Weinert schaffte es wieder einmal, allen Widerständen zu trotzen und eine eingeschworene Einheit auf die Platte zu schicken. Trotz des Ausfalls von Kapitän Sebastian Meister verteidigte die neu formierte Abwehrreihe aggressiv und beweglich. Im Angriff überzeugte Nico Müller in seiner neuen Rolle als Kreisläufer und vor allem die beiden Linkshänder Philipp Meiser und Philipp Baus waren geradezu in Torlaune. Obwohl die Hausherren den besseren Start hatten, bereits nach zehn Minuten mit 8:4 in Front lagen, steckten die Saarpfälzer diesmal nicht auf. Weinert stellte sein Team in einer Auszeit neu ein und die Junglöwen kämpften sich bis zur Halbzeit zurück. Wenige Sekunden vor der Pause erzielte Felix Dettinger das 16:16.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben zuerst die Gäste am Drücker und setzten sich auf 18:16 (35.) ab. Doch die Schutterwälder Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Die Hausherren starteten einen fulminanten 8:1-Lauf. Beim 24:19 (45.) schien die Vorentscheidung gefallen. Doch wieder griff Weinert tief in die Trickkiste. Er beorderte Felix Dettinger in die enge Manndeckung gegen Philipp Harter und das Angriffsspiel der Gastgeber kam zum Erliegen. Sieben Minuten vor dem Ende erzielte Fabian Naumann mit seinem vierten Tor den Anschlusstreffer zum 26:27. Doch am Ende fehlten dem SV 64 durch die zweimalige Aufholjagd die nötigen Kraftreserven. Schutterwald setzte sich in der Schlussphase verdient durch und gewann die Partie mit 33:28.



Trotz der Niederlage war der Zweibrücker Übungsleiter nicht unzufrieden mit dem Auftritt: „Heute war ein deutlicher Aufwärtstrend erkennbar. Wir haben teilweise zu unserer alten Leistungsstärke gefunden. Der Sieg für Schutterwald geht aber völlig in Ordnung.“ Am Ende habe auch ein bisschen das Spielglück gefehlt, dass sein Team vor allem in der Hinrunde des Öfteren hatte. Die Junglöwen verharren weiter auf dem fünften Platz und treten nächste Woche auswärts bei der JSG Echaz Erms an.