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Judo Grand Slam
Jasmin Külbs wieder „auf einem guten Weg“

 JCZ-Judoka Jasmin Külbs (links) will sich nach ihrer erneuten Schulter-OP zurück in die Weltspitze kämpfen.
JCZ-Judoka Jasmin Külbs (links) will sich nach ihrer erneuten Schulter-OP zurück in die Weltspitze kämpfen. FOTO: picture alliance / Jonas Güttler / Jonas Güttler
Paris. Die Judoka des 1. JC Zweibrücken zeigt beim Grand Slam in Paris zwei ordentliche Kämpfe. Von Svenja Hofer

Wieder gut ins Wettkampfgeschehen reingefunden hat Judoka Jasmin Külbs. Nach knapp einjähriger Pause und dem gelungenen Comeback mit dem Titel bei der Deutschen Meisterschaft Ende Januar hat sich die Starterin des 1. JC Zweibrücken gestern erstmals wieder mit der internationalen Konkurrenz gemessen. Beim Grand Slam in Paris (Frankreich) hat die Schwergewichtskämpferin in der Klasse über 78 Kilogramm zwei ordentliche Auftritte auf die Matte gebracht. Wenn es auch nicht für einen der vorderen Plätze reichte, so ist JCZ-Trainer Stephan Hahn nach der erneuten Schulteroperation im vergangenen durchaus zufrieden mit dem Abschneiden der 27-Jährigen. „Sie ist auf einem guten Weg zurück zu alter Stärke, das haben die Kämpfe gezeigt“, erklärt er. „Man darf nach einer so langen Pause keine Wunder erwarten. Ein Athlet kann nicht einfach ein Jahr weg sein und sich dann gleich auf Weltniveau zurückmelden.“

Gegen die Koreanerin Mi Jin Han, Nummer 28 der Welt, erwischte Külbs, derzeit auf Weltranglistenplatz 21, dennoch einen sehr guten Start in den Wettkampf. „Sie hat ihre Gegnerin geworfen“, erklärt Hahn. Durch Ippon entschied die Pfälzerin den Kampf somit nach 2:53 Minuten vorzeitig für sich. In der zweiten Runde wartete dann allerdings schon ein anderes Kaliber auf Jasmin Külbs. Die „sehr große“ Ukrainerin Yelyzaveta Kalanina zeigte sich auch als sehr starke Gegnerin. Kurz vor Schluss sicherte die Weltranglisten-Zehnte durch Ippon das Weiterkommen. „Jasmin hat nicht schlecht gekämpft, man hat aber gesehen, dass ihr auf diesem Niveau noch das Durchsetzungsvermögen fehlt.“ Es sei aber durchaus gut gewesen, dass Külbs in diesem Kampf über die volle Distanz gehen musste, um auch diese Belastung wieder zu spüren. „Mit etwas mehr Belastung und Sicherheit durch weitere Wettkämpfe ist aber auch sie eine schlagbare Gegnerin“, zeigt sich Stephan Hahn zuversichtlich, dass Jasmin Külbs auf dem richtigen Weg ist und dieser Wettkampf in Paris seinem Schützling nochmal Auftrieb für den Heim-Grand-Slam in zwei Wochen in Düsseldorf geben wird.