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Jasmin Külbs setzt Aufwärtstrend mit Bronze in Samsun fort

Samsun. Mit der Bronzemedaille beim Grand-Prix im türkischen Samsun hat sich Jasmin Külbs erneut gesteigert. In ihrem dritten Wettkampf nach der Schulter-Operation im September zeigt sich die Judoka des 1. JC Zweibrücken bereits "überraschend stabil", wie Trainer und JCZ-Vorsitzender Stephan Hahn erklärt. Svenja Kissel

Die Schwergewichtlerin steht damit erstmals in diesem Jahr auf dem Podest. "Es geht Schritt für Schritt wieder nach oben", betont Hahn. Dass die 23-Jährige bereits wieder in guter körperlicher Verfassung ist, belege, dass sie innerhalb einer Woche mit den Grand-Prix in Georgien und der Türkei zwei so große Wettkämpfe bestreiten konnte. "Auch die psychische Belastung bei den Kämpfen ist enorm groß in der direkten Auseinandersetzung mit dem Gegner - auch hier zeigt sie schon wieder eine tolle Konstanz", freut sich Stephan Hahn. In ihrem ersten Kampf in Samsun setzt sich Külbs gegen die 39. der Weltrangliste, die Niederländerin Tessie Savelkouls, durch. Vorzeitig bezwingt sie im Viertelfinale die Algerierin Sonia Asselah, gegen die Külbs ein ausgeglichenes Kampfverhältnis stehen hat. Doch am Samstag ist die Zehnte der Welt der 30. klar überlegen. Gegen die Turnierfavoritin Ma Sisi aus China muss die gebürtige Böhl-Iggelheimerin dann im Halbfinale jedoch als Verliererin von der Matte. "Sie ist einen Kopf größer als Jasmin und schwerer, aber körperlich unheimlich stark", beschreibt Hahn. So geht der Kampf klar an die spätere Siegerin. Gegen die Kasachin Issanova Gulzhan behält Külbs wieder die Oberhand, wird dadurch Dritte.

Heute geht es für die 23-Jährige in ein zweiwöchiges Trainingslager nach Japan. Im Mai stehen dann der Grand-Prix im kroatischen Zagreb sowie der höher einzustufende Grand-Slam in Baku/Aserbaidschan auf dem Programm, bevor das nächste Trainingslager in Antalya/Türkei geplant ist.