| 23:10 Uhr

Jägersburg hat nichts zu verlieren

Auf Tim Klotsch (weißes Trikot) muss der FCH II wegen einer Rotsperre am Sonntag gegen Limbach verzichten. Foto: Markus Hagen
Auf Tim Klotsch (weißes Trikot) muss der FCH II wegen einer Rotsperre am Sonntag gegen Limbach verzichten. Foto: Markus Hagen FOTO: Markus Hagen
Homburg. Die Saison in der Verbandsliga Nord-Ost geht in die heiße Phase. An der Spitze liefern sich Lebach und die DJK Ballweiler ein Kopf-an-Kopf-Rennen und im Tabellenkeller kämpfen noch fünf Teams um den Klassenverbleib. Michèle Hartmann

Sechs Spieltage vor dem Saisonende herrscht in der Verbandsliga Nord-Ost sowohl an der Tabellenspitze als auch im Keller Höchstspannung. Während der FV Lebach und die punktgleiche SG DJK Ballweiler/Wecklingen/SV Wolfersheim das Meisterschaftsrennen unter sich ausmachen, müssen der SV Bliesmengen/Bolchen und die beiden Aufsteiger FSV Jägersburg II und FC Palatia Limbach weiter um den Klassenverbleib bangen.

Die schlechtesten Karten haben zurzeit Schlusslicht SV Wustweiler (20 Punkte) und der Vorletzte SV St. Ingbert (21 Punkte). Bliesmengen/Bolchen und Jägersburg sammelten bisher 24 Punkte. Limbach kommt derzeit auf 25 Punkte und muss nun sogar befürchten, nach sieben Niederlagen in Folge noch weiter nach unten durchgereicht zu werden. Am Sonntag muss die Palatia um 15 Uhr bei der U23 des FC Homburg antreten. Ob die in diesem Jahr noch punktlosen Limbacher hier etwas Zählbares holen können? Die Homburger mit ihrem Trainer Andreas Sorg wollen nichts verschenken. "Selbstverständlich stehen wir in der Pflicht, die Partie zu Hause zu gewinnen", sagt der FCH-Coach. Dementsprechend werde man auch auftreten. "Limbach ist doppelt motiviert, zum einen, weil es ein Derby ist, und zum anderen brauchen sie ja noch Punkte für den Klassenerhalt." Mit Tim Klotsch fällt ein wichtiger Offensivspieler der Grün-Weißen wegen einer Rotsperre aus. Christian Blessing ist im Urlaub. Mit dem einen oder anderen Spieler aus dem FCH-Regionalligakader ist deshalb zu rechnen.

Der SV Bliesmengen/Bolchen verschaffte sich mit dem 5:3-Auswärtssieg bei der SG Schiffweiler/Landsweiler-Reden etwas Luft auf die beiden Abstiegsränge. SVB-Trainer Patrick Bähr: "In der ersten Halbzeit haben wir richtig gut gespielt und verdient mit 5:2 geführt." Mit der klaren Führung habe man dann ganz ordentlich nach der Halbzeitpause in der Defensive gestanden. Nun steht am Sonntag um 15 Uhr mit dem Heimspiel gegen den SV Wustweiler ein sogenanntes "Sechs-Punkte-Spiel" auf dem Plan. "Wenn wir so auftreten wie in Schiffweiler, dann gewinnen wir", zeigt sich Bähr zuversichtlich. Es dürfe bei seinen Spielern aber kein Schlendrian gegen das Schlusslicht aufkommen. "Wustweiler wird um seine letzte Chance kämpfen. Das muss jedem Spieler bewusst sein." Mit einem weiteren Sieg, zumal gegen einen Mitkonkurrenten, könnte Bliesmengen/Bolchen einen weiteren großen Schritt in Richtung Ligaverbleib tun. Dies gilt auch für den FSV Jägersburg II. Allerdings wartet auf das Team von Trainer Martin Germann am Samstag ab 15.30 Uhr mit dem Spitzenreiter FV Lebach ein äußerst schwerer Gegner. "Wir haben hier überhaupt nichts zu verlieren und können nur überraschen", sagt Germann, der auch diesmal auf den einen oder anderen Oberligakaderspieler zurückgreifen kann. "Keiner erwartet von uns Punkte." Die seien in den folgenden fünf Spielen machbar, wenn der FSV noch gegen die Kellerkinder Wustweiler und St. Ingbert antritt. Nach dem klaren 5:0-Auswärtssieg beim Tabellenletzten Wustweiler wartet auf den Tabellenzweiten SG DJK Ballweiler-Wecklingen/SV Wolfersheim am Sonntag im Heimspiel der Vorletzte SV St. Ingbert. DJK-Spielertrainer Marco Meyer: "St. Ingbert stand nach sechs Spielen sogar auf Platz eins. Nun sind sie fast ganz unten." Er fordert drei Punkte. Personalsorgen habe er nicht. Alle Spieler sind an Bord. "Wichtig ist, dass wir konzentriert in jedes Spiel reingehen und keinen Gegner unterschätzen", sagt Meyer.