| 17:12 Uhr

Fußball-Regionalliga
"Ich will von Spiel zu Spiel schauen"

 Mannschaftskapitän Christian Telch (links) vom FC Homburg im Zweikampf. Der Vertrag des 32-jährigen läuft im Sommer aus. Ob er über die Saison hinaus bei den Grün-Weißen bleibt, ist noch ungewiss.
Mannschaftskapitän Christian Telch (links) vom FC Homburg im Zweikampf. Der Vertrag des 32-jährigen läuft im Sommer aus. Ob er über die Saison hinaus bei den Grün-Weißen bleibt, ist noch ungewiss. FOTO: Markus Hagen
Homburg. Christian Telch und der FC Homburg gehen nach einer guten Vorbereitung in die Restrunde. Es sollen noch möglichst viele Punkte her. Von Markus Hagen

Mit dem Heimspiel am Samstag um 14 Uhr gegen die U23 des SC Freiburg endet für den FC Homburg, den Tabellenvierten der Regionalliga Südwest, eine sehr lange Winterpause. Nach etlichen Trainingseinheiten, sechs Vorbereitungsspielen und einem intensivem Trainingslager in Spanien geht es nun endlich wieder um Punkte. Im Merkur-Interview schaut FCH-Mannschaftskapitän Christian Telch auf den bisherigen Saisonverlauf und die Wintervorbereitung zurück und spricht über seine Erwartungen für die Restrunde.

Herr Telch, mit 37 Punkten und Platz vier ging es für den FC Homburg nach 20 Spieltagen in die Winterpause. Wie ist die bisherige Saison aus Ihrer Sicht verlaufen?

Christian Telch: Der Tabellenplatz ist zwar okay, aber ich denke, dass wir doch einige Punkte liegen gelassen haben, um noch näher an der absoluten Tabellenspitze zu liegen.



Woran liegt es, dass der FCH bereits 12 Zähler hinter Tabellenführer 1. FC Saarbrücken und acht Punkte hinter der SV Elversberg liegt?

Telch: Ganz einfach, wir haben mit 28 Gegentoren einfach zu viele Tore kassiert und mit 34 Toren haben wir zu wenig getroffen. Zu viele Möglichkeiten haben wir ausgelassen, waren bei der Torchancenverwertung nicht konsequent genug.

Zehn Spiele blieb der FC Homburg während der Vorrunde bis zur Niederlage beim 1. FC Saarbrücken am letzten Vorrundenspieltag ungeschlagen. Während der FCH gegen die Spitzenteams bei der SV Elversberg und auch beim TSV Steinbach auswärts sogar siegte, blieben viele Punkte gegen die Kellerkinder der Liga hängen. Ist das nicht besonders ärgerlich?

Telch: Klar ist das ärgerlich. Zunächst sind wir schlecht gestartet, haben gegen Aufsteiger Bayern Alzenau sogar bei uns im Waldstadion verloren. Auch die Punkte gegen den Bahlinger SC und zu Hause gegen den FK Pirmasens fehlen. Das sind alles Zähler die uns der 1. FC Saarbrücken und SV Elverberg voraus haben.

Die Winterpause war mit fast elf Wochen äußerst lang. Wie haben sie diese Pause bis zum ersten Training im Januar überbrückt?

Telch: Zunächst einmal hieß es abschalten und regenerieren. Natürlich kann man bis zum ersten Training am 6. Januar nicht nichts tun. Es gab ein bestimmtes Programm für die Spieler.

Sechs Vorbereitungsspiele gab es in den letzten Wochen. Zuletzt holte der FCH einen klaren 5:0-Sieg bei Fola Esch. Wie verlief die Vorbereitungsphase aus ihrer Sicht?

Telch: Ich denke, dass wir gut vorbereitet in die Restsaison gehen. Im Trainingslager hatten wir sehr gute Bedingungen. Gegen das Spitzenteam der Nord-Regionalliga VfB Lübeck haben wir mit 2:0 gewonnen. Auch gegen Esch haben wir stark gespielt.

Der Blick geht auf die Restsaison. Der FC Homburg hat sich auf Platz vier eingenistet. Zum Ligadritten Steinbach, das noch ein Nachholspiel auszutragen hat, fehlen fünf Punkte. Sechs Punkte liegt der FC Homburg vor dem Fünften SSV Ulm. Was ist noch möglich?

Telch: Zunächst gilt es noch möglichst viele Punkte aus den letzten 14 Spielen zu holen, bevor man weiter auf die Tabelle schaut. Wir wollen einfach von Spiel zu Spiel denken.

Das nächste Spiel heißt FC Homburg gegen den SC Freiburg II. Wie schaut‘s aus?

Telch: Auch gegen Freiburg haben wir beim 2:2 im Vorrundenspiel unnötige Punkte liegen gelassen. Erst nach dem 0:2-Rückstand lief es besser und wir konnten zumindest noch ausgleichen. Selbstverständlich ist nun im eigenen Stadion ein Sieg Pflicht. Hier wird sich dann auch zeigen, wie gut wir in Form sind. Die Vorbereitung und die Ergebnisse in den Testspielen zählen dann längst nicht mehr.

Die Saison könnte noch gekrönt werden, wenn der FC Homburg den Saarlandpokal gewinnt. Ist das ihr Ziel?

Telch: Wir stehen zunächst im Viertelfinale beim TuS Herrensohr, das wir gewinnen sollten. Dann muss man sehen, gegen wen und wo wir das Halbfinale bestreiten. Es gilt auch im Pokal, von Spiel zu Spiel schauen. Erst einmal muss Herrensohr ausgeschaltet werden.

Sie sind seit 2017 in Homburg. Ihr Vertrag läuft wie bei 14 Mitspielern Ende der Saison aus. Wird Christian Telch auch in der kommenden Saison beim FCH spielen?

Telch: Es gab bereits die ersten Vertrags-Gespräche. Man wird sehen und abwarten. Eine Tendenz, ob ich bleibe oder den Verein verlassen werde, gibt es aktuell noch nicht.