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Handball-Oberliga
International besetztes Ensemble erwartet die Zweibrücker Löwen

 SV-Linkshänder Niklas Bayer (grau) plagt sich seit einiger Zeit mit einer Erkältung. Sein Einsatz in Kastellaun entscheidet sich kurzfristig.
SV-Linkshänder Niklas Bayer (grau) plagt sich seit einiger Zeit mit einer Erkältung. Sein Einsatz in Kastellaun entscheidet sich kurzfristig. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Handball-Oberliga: Tabellenführer SV 64 tritt bei der unbequemen HSG Kastellaun/Simmern an. Von Roman Kuhn

Langsam aber sicher geht es in die heiße Phase der Saison. Am Samstag um 19.30 Uhr sind die Oberliga-Handballer des SV 64 Zweibrücken zu Gast bei der HSG Kastellaun/Simmern. Die Mannschaft aus dem Hunsrück belegt zurzeit mit 11:27-Punkten den 13. Tabellenrang und befindet sich somit auf einem Nicht-Abstiegsplatz.

Im Hinspiel konnten die 64er in der Zweibrücker Ignaz-Roth-Halle einen ungefährdeten 33:24-Sieg einfahren und beendeten so eine Durststrecke knapper Ergebnisse in letzten Aufeinandertreffen mit den Rheinländern.

SV-Trainer Stefan Bullacher warnt seine Schützlinge aber davor, die Begegnung auf die leichte Schulter zu nehmen. Vor zwei Wochen entging die SG Saulheim an gleicher Stelle nur mit viel Glück einer drohenden Niederlage. Nach langem Kampf setzte sich der Tabellenzweite in einer dramatischen Schlussphase mit 25:24 durch und entführte am Ende beide Punkte aus Simmern.



Mit Patrick Hess und Andrius Zigelis verfügen die Gastgeber über zwei extrem torgefährliche Spieler, die auch beide unter den besten zehn Angreifern der Torschützenliste der Oberliga zu finden sind. Linkshänder Patrick Hess rangiert momentan mit 103 Treffern auf dem siebten Platz und Rückraumspieler Andrius Zigelis ist mit 111 Toren sogar unter den „Top Five“. Der ehemalige litauische Nationalspieler, der aus seiner Heimat auch Champions-Leauge-Erfahrung mitbringt, ging in Deutschland bereits in der 3. Bundesliga auf Torejagd.

Zigelis ist allerdings nur ein kleiner Teil eines internationalen Ensembles, das sich in Kastellaun zu einer eingeschworenen Einheit zusammengefunden hat. Zu den beiden ehemaligen Junioren-Nationalspieler aus Tschechien, Daniel Zourek und Tunesien, Abdelaziz Helaoui, sowie dem serbischen Spielertrainer Dejan Dobradzijev, gesellte sich seit der Winterpause auch noch der aus dem Kosovo stammenden Korab Mulliqi. In jeder Hinsicht herausragend ist aber vor allem der 2,06 Meter große Rückraumshooter Daniel Zoureck. Er spielte bereits für die SG Leutershausen und Empor Rostock in der 2. Bundesliga.

Bei den 64ern gab es unter der Woche vor allem bei den Linkshändern einige krankheitsbedingte Ausfälle zu vermelden. Zu Niklas Bayer, der wegen einer Erkältung schon beim letzten Auswärtsspiel in Dillingen passen musste, gesellten sich noch Tom Ihl und Kapitän Philipp Hammann. Über einen Einsatz des Trios wird wohl erst am Spieltag entschieden. Dagegen hat Tobias Alt nach zwei Monaten Verletzungspause erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert.

„Auch wenn wir noch keine Klarheit über den genauen Kader haben, nehmen wir die Favoritenrolle an. Wir haben viele gute Spieler und können eventuelle Ausfälle auch kompensieren. Wichtig ist, dass die Jungs, die auf der Platte stehen ihre Leistung abrufen. Ein Selbstläufer wird dieses Auswärtsspiel sicherlich nicht“, gibt Trainer Bullacher mit dem gebotenen Respekt die Marschroute vor.