| 21:12 Uhr

Fußball-Oberliga
In zweiten Hälfte Moral bewiesen

Nicht zu halten von den Kaiserslauterer Verteidigern: Jägersburgs Torschütze zum 1:2-Anschluss, Murat Adiguezel (lila).
Nicht zu halten von den Kaiserslauterer Verteidigern: Jägersburgs Torschütze zum 1:2-Anschluss, Murat Adiguezel (lila). FOTO: Martin Wittenmeier / maw
Jägersburg. Oberligist FSV Jägersburg ringt dem 1. FC Kaiserslautern II nach 0:2-Pausenrückstand noch ein Unentschieden ab und verteidigt Tabellenplatz sechs.

Zwei unterschiedliche Halbzeiten haben die Zuschauer am Samstagnachmittag in der Oberligapartie zwischen dem FSV Jägersburg und dem 1. FC Kaiserslautern II zu sehen bekommen. Zur Pause führten die Pfälzer mit 2:0. Durchaus verdient, wie Jägersburgs Trainer Thorsten Lahm meinte. Nach 90 Minuten aber stand es 2:2-Unentschieden. In der zweiten Hälfte hätte der FSV das Spiel sogar noch gewinnen können.

Jägersburg wurde mit dem frühen 0:1 (3.) durch Dylan Akpress Esmel kalt erwischt. „Wir wollten tief im Mittelfeld stehen, aber gleich der erste Fehler in der Abwehr wurde bestraft.“ Kaiserslautern habe sich zunächst spritziger gezeigt und auch zweikampfstärker. Auch wenn der FSV Jägersburg durch Murat Adiguezel und Tim Schäfer zwei sehr gute Torchancen hatte, Lahm hätte sich mehr Torgefährlichkeit von seiner Mannschaft gewünscht. Stattdessen erhöhte der 1. FC Kaiserslautern II durch Christian Kühlwetter (29.) auf 2:0, nachdem der Tabellendritte zuvor auch einen Lattentreffer hatte. „Dieser Rückstand zum Seitenwechsel entsprach durchaus dem Spielverlauf“, betonte Thorsten Lahm, der in der Kabine klare Worte an seine Mannschaft gerichtet hatte.

In der zweiten Spielhälfte habe der FSV Jägersburg viel besser gespielt, die Zweikämpfe angenommen und nun auch in der Offensive den 1. FCK einige Male gefährden können. Nach Vorarbeit von Tim Schäfer verkürzte Murat Adiguezel (47.) kurz nach Wiederbeginn auf 1:2. „Der Anschlusstreffer fiel zu der richtigen Zeit. Er hat uns Mut für den weiteren Spielverlauf gemacht“, sah der Jägersburger Trainer, dass seine Elf nun immer stärker wurde. Torschütze Adiguezel hatte ausgleichen können. Doch sein Schuss prallte vom Innenpfosten (65.) zurück ins Spielfeld. Die Partie war längst zum offenen Schlagabtausch geworden. Emanuel Luis Kiefer hatte die nächste Tormöglichkeit für den Gastgeber. Schließlich gelang Frederic Ehrmann (70.) nach Vorarbeit von Kristof Scherpf der längst fällige und auch verdiente Ausgleich zum 2:2.



Die letzten zwölf Minuten musste der FSV allerdings in Unterzahl überstehen, nachdem Steven Labisch nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. „Das Ergebnis ging in Ordnung“, erklärt Lahm. Die Aufholjagd habe sehr viel Kraft gekostet, was sich für das Halbfinale im Saarlandpokalspiel gegen den 1. FC Saarbrücken morgen Abend bemerkbar machen könnte.