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Landesmeisterschaften der Dressur- und Springreiter
Schlaflose Nächte, Spaß – und großer Sport

 Auch die zwölfjährige Marika Oberle ist in Winzeln dabei.
Auch die zwölfjährige Marika Oberle ist in Winzeln dabei. FOTO: Cordula von Waldow
Pirmasens. In Pirmasens-Winzeln finden ab Donnerstag die Landesmeisterschaften im Dressur- und Springreiten statt. Rund 1000 Reiter mit mehr als 1500 Pferden gehen bei den Titelkämpfen an den Start. Von Cordula von Waldow

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Das gilt in Winzeln nicht nur für die Reiter, sondern auch für die Gastgeber, denen gerade einmal drei volle Tage bleiben, um letzte Hand an die Vorbereitungen für die Landesmeisterschaften im Dressur- und Springreiten zu legen. Bereits am Donnerstagabend dürfen die Teilnehmer ihre Pferde mit den Prüfungsplätzen bekannt machen. Zum zweiten Mal nach der Premiere 2017 versammeln sich von Donnerstag bis Sonntag rund 1000 Reiter mit 1500 Pferden, vornehmlich aus ganz Rheinland-Pfalz, um die Landessieger 2019 zu ermitteln. Für die Gastgeber, die mehr als 100 Helfer im Einsatz haben, bedeuten zwei Turnierwochen hintereinander anstrengende Tage und schlaflose Nächte. Und viel Spaß. „Von der Organisation her ist es viel einfacher, als mit Pause dazwischen: Stallzelt und Bewirtungszelte stehen, alle sind eingespielt“, erklärt Turnierchef Maximilian Müller.

Zusätzlich zu den 33 Prüfungen für die Landesmeisterschaften in den Altersklassen Children U16, Junioren (bis vollendetes 18. Lebensjahr), Junge Reiter JR (bis vollendetes 21. Lebensjahr) und Reiter hat sich auch die Ausschreibung der L/M-Masters in beiden Disziplinen bewährt. Sie erweitert das Teilnehmerfeld um ambitionierte Amateurreiter, die sich gerne dem landesweiten Vergleich stellen, ohne in der schweren Klasse S starten zu müssen. Nach der Pause im vergangenen Jahr, wird in diesem Jahr erneut eine Grand-Prix-Tour auf Olympianiveau in der Dressur-Ausgeritten. Dafür entfällt der Vierkampf mangels Teilnehmern. Als Besonderheit sind der Pferdesportverband Rheinland-Pfalz und der RFV Pirmasens-Winzeln Gastgeber für die bundesweite Childrenförderung U15 in der Dressur. Vorbereitet werden die Dressurpferde auf dem Außenplatz. Die Prüfungen selbst finden in der ruhigen Reithalle statt. Hier sattelt als Lokalmatadorin die Pirmasenserin Susanne Moser vom RFV Lautertal ihr Erfolgspferd Quite Cantus auf L- und M-Niveau. Die Gastgeber selbst entsenden mit Carolin Schaub (Chocochima), Emma Röckel (Askara) und Valentin Lang (Peppermint) gleich drei Nachwuchsreiter der Children U16 im Springen. Sie messen sich in einem A**-Springen und zwei L-Springen, mit der Titelverteidigerin Marika Oberle (RFV Zweibrücken) und der Landesmeisterin Pony 2018, Charlotte Stuppi (RSV Käshofen). Die Finalprüfungen werden bis auf die L/M-Masters mit einem Stechen um den Sieg ausgetragen. Marika Oberle und Charlotte Stuppi haben beide jeweils ein zweites Eisen bei den Junioren im Feuer. Diese beginnen am Freitag mit einer Zeitspringprüfung der mittelschweren Klasse bis zur M**-Zweisterne-Prüfung mit Stechen am Sonntag. Sie konkurrieren mit Johanna Rubly vom RFV Zweibrücken. Die jungen Reiter und Amazonen springen hier auf S*-Niveau bis 1,40 Metern, die Reiter in Klasse S** über eine technisch noch anspruchsvollere Sprungfolge bis 1,45 Meter. Hier strebt auch Anne Oberle vom RFV Zweibrücken (Amazonen und Reiter) nach den Titeln. Höhepunkte sind die Endausscheidungen am Sonntag.