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Im Schongang zu zwei Punkten

 Martin Mokris (VTZ, rot) tankt sich durch die HVV-Abwehr. Foto: mw
Martin Mokris (VTZ, rot) tankt sich durch die HVV-Abwehr. Foto: mw FOTO: mw
Zweibrücken. In allen Belangen überlegen, fegte die VTZ Saarpfalz gestern Abend die schwache Mannschaft der HV Vallendar aus der Westpfalzhalle. Mit dem Heimsieg bleiben die Rosenstädter auch in Sichtweite der Aufstiegsränge. Martin Wittenmeier

Zufrieden, aber nicht euphorisch stellte sich VTZ-Trainer Mirko Schwarz nach Spielende ans Mikrofon. "Wir haben das Spiel in Budenheim analysiert und unsere Lehren gezogen. Nächste Woche in Bitburg gilt es, diese zwei Punkte zu vergolden und einen positiven Jahresabschluss hinzulegen." Nach zuletzt schwachen Leistungen präsentierten sich die Zweibrücker Oberliga-Handballer in ansteigender Form, wurden vom Tabellenvierzehnten HV Vallendar allerdings auch kaum gefordert. So erlebten die rund 120 Zuschauer in der Westpfalzhalle einen ziemlich einseitigen Handballabend, der nach einem Zwischensprint der VTZ Saarpfalz bereits nach knapp einer Viertelstunde entschieden war. Mit einem 6:0-Lauf zogen die Gastgeber auf 13:4 davon und konnten danach in den Energiesparmodus schalten. Gegen die kompakt stehende Defensive fanden die Gäste aus Vallendar kaum ein Mittel, immer wieder blieben die Angriffsbemühungen am Zweibrücker Block hängen. "Nachdem wir letzte Woche in Budenheim quasi ohne Abwehr gespielt haben, war das eine Steigerung um 120 Prozent. Die Mannschaft hat heute eine gute Reaktion gezeigt - so wie wir uns das vorgenommen hatten", lobte Schwarz den bestandenen Charaktertest seiner Spieler. Sein Gegenüber Wolfgang Reckenthäler zeigte sich enttäuscht über die Vorstellung seiner Truppe, die "auch in dieser Höhe verdient verloren habe": "Wir sind nie richtig reingekommen und haben Fehler für zwei bis drei Spiele gemacht. Zweibrücken war uns auf jeder Position überlegen."

Bereits zur Pause war die Partie gelaufen. Die VTZ hatte sich auf 16:7 abgesetzt und diktierte auch im zweiten Durchgang das Geschehen, ohne dabei wirklich glänzen zu müssen. Nach 45. Minuten war der Vorsprung auf elf Tore angewachsen, Steffen Kiefer erhöhte freistehend am Kreis auf 24:13. "Wir hätten den Ball noch besser laufen lassen müssen und zielstrebiger agieren können, aber insgesamt war das schon okay", sah Schwarz noch Luft nach oben. So verballerten die Zweibrücker in den Schlussminuten noch einige freie Würfe. Am deutlichen Sieg änderte sich aber nichts mehr, Nationalspieler Raimonds Trifanovs markierte zehn Sekunden vor der Sirene den 33:19-Endstand.

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Auf einen BlickVTZ-Torschützen: Raimonds Trifanovs 10, Steffen Kiefer 7, Martin Mokris 4, Marek Galla 3, David Biehl 3, Tobias Stauch 3, Philipp Ulbrich 1, Felix Wiese 1. maw